Insomnia

Montag, 24. September 2007

Die theoretische Party

Ich fühle mich als hätte ich die ganze Nacht durchgefeiert. Als wäre ich auf diese Party von diesem Typen gegangen den keiner so richtig zu kennen scheint. Ein Kind von versnobten Eltern, die ihn zum ersten Mal für ein Wochenende alleine lassen und schon einen Menschenauflauf im Wohnzimmer haben, der bereits nach kurzer Zeit zu heiss wird und eine Sauerei verursacht. Wo man sich umgesehen hätte: Poker im Wohnzimmer, Trinkspiele in der Küche, ein Dreier im elterlichen Schlafzimmer des Westflügels - eine Party eben. Voller inbrunst hätte ich die bildhübsche Schwester des Gastgebers bezirzt und selbige im Ostflügel verführt. Natürlich stilvoll auf der linken Seite des Bettes. Und der rechten. Und auf dem Nachttisch, unter dem Bett und drumherum auch noch. Und anschliessend noch in der Dusche. Zum Abschluss des Abends hätte ich dem Sohn des Herrn des Hauses theatralisch vor die Füße gekotzt und wäre mit seiner Schwester in den Sonnenaufgang geflüchtet.
Hab ich aber nicht, sondern nur schlecht geschlafen.
Ob das trotzdem als Ausrede bei den Arbeitskollegen zählt?

Freitag, 23. Februar 2007

Awayke

21:14 - wach seit 12 Stunden und 14 Minuten
Ein leckerer Ratatouille-Topf und eine Schüssel Salat sorgen gerade für einen ausreichenden Vitaminhaushalt.

22:34 - wach seit 13 Stunden
N paar klasse Kurzfilme von Youtube und Kaffee. So kann der Abend beginnen ^_^

23:06 - wach seit... ach drauf geschissen!
Notiz an mich: Ratatouille + Kaffe = A tribute to Montezuma

23:58 - whatever
Gerade die neuste Folge von the Office gesehen und bin einfach nur noch sprachlos... Wie ein Feuerwerk aus Peinlichkeiten und realistischem Humor. Oder wie Earl sagen würde: "Son of a bitch!"

00:52 - Use Paladin with car
Der Paladin gibt auf - Weichei ;P Deshalb fahr ich ihn jetzt in seine Burg, knall sein Burgfräulein und verfrachte mich anschliessend ins Fitnes - ein bisschen Endorphine sollten mich sicher wachhalten
Paladin: Welches gottverdammte Burgfräulein, meinst du die ranzige Leiche im Kell... Schrott auch ich hab vergessen den Leckstein zu wechseln ;)

04:32 - wach seit 19 Stunden
Nach zweieinhalb Stunden Fitnes und eine heissen Dusche fühle ich mich wunderbar. Kilometer 20 auf dem Fahrrad ging zwar ein bisschen zäh, aber mit ein wenig Durchhaltevermögen war das kein Problem. Auch merke ich das ich seit etwa 01:30 wirklich richtig gute Laune habe und mich körperlich leichter fühle. Von Müdigkeit keine Spur, ausser ein bisschen Muskelkater und leichtes Augenbrennen.

07:22 - wach seit 22 Stunden
Halb Acht Uhr morgens. Zeit für nen Kaffe und "The big empty" (Danke an die Fünf Filmfreunde für den Tip!) Die Euphorie schwenkt langsam spürbar in Taubheit um. Aber federleicht fühle ich mich trotzdem noch.
Update 07:43 - whups, ich muss ja auch noch zur Arbeit. Dann muss der Film eben warten ;)

10:00 - wach seit 25 Stunden
Das Taubheitsgefühl hat meinen Körper erreicht. Mein Gesicht fühlt sich an, als ob es leicht angeschwollen ist, wenn ich darüber nachdenke bzw. mich darauf konzentriere. Aber ich bin immer noch bester Laune und meine Arbeit leidet nicht daran.
Ganz im Gegenteil - ich hab sogar zu wenig zu tun :)

11:32 - wach seit 26 Stunden und 32 Minuten
Tiefpunkt. Bin... ein... wenig... müde...
Augen... so... komisch... schwer.
Glücksgefühl hält jedoch an :)

14:00 - wach seit 29 Stunden
Überlege gerade ob ich nicht meinen persönlichen Rekord brechen möchte... Na mal sehn. Auf jeden Fall bin ich aus dem Tief raus. Schon erstaunlich, was der menschliche Körper alles schafft.

16:36 - wach seit 31 Stunden und 36 Minuten
Das einzige was ich merke sind leicht schmerzende Augen. Es ist auszuhalten und ansonsten fühle ich mich top fit. Ich kann noch anständig denken (naja, eben so wie bisher auch ;)) und das flirten klappt auch noch einigermaßen. Rock on.

19:54 - wach seit 34 Stunden und 54 Minuten
Ziemliches tief gerade. Sehr sehr schwer...

02:00 - wach seit 41 Stunden
Neuer persönlicher Rekord :P. Ich fühle mich immer noch einigermaßen fit. Sogar das mit dem denken klappt noch... irgendwie ;)

04:31 - wach seit dreiundvierzig Stunden und einunddreissig Minuten (ja, ausgeschrieben! Störts dich!?)
Gerade the big empty gesehn und bin hin und weg. Nicht das, was ich erwartet habe aber sehr sehr sehr... (positiv) strange.

I once was a scientist

...and hooked on dsl.

Nachdem ich gestern auf diese interessante Seite gestossen bin, habe ich beschlossen ein Experiment zu veranstalten. Da ich im Moment eh recht depressiv daherkomme, werde ich die Therapie durch Schlafentzug versuchen. Angeblich ist der - unter anderem - stimmungsaufhellende und symptommindernde (tolles Wort!) Effekt, der in den frühen Morgenstunden einsetzt, nach der ersten Schlafperiode leider wieder vorbei. Jedoch konnten gute Ergebnisse bei einer Therapie in Verbindung mit Antidepressiva erzeugt werden. Ich denke meine Johanniskrauttabletten, die ich für die drögen Wintermonate inhaliere, sollten ausreichen.
Heute Abend/Nacht also Liveblogging vom experimentellen Geschehen. Mit Stimmungsschwankungen, Pornos, Musik, Attraktionen, Freiverlinkungen und vielem mehr.
Oder auch nicht.
Wir werden sehen ;)

Freitag, 16. Februar 2007

Way to much coffee and no salvation from sleep

Obwohl ich die ganze Woche Urlaub habe, bin ich nicht wirklich weit gekommen. Zumindest nicht so weit wie ich gehofft hatte. Na gut, ich habe mir wirklich hohe Ziele gesetzt, was meinen Körper betrifft. Dann noch die Jobsuche, das Gebastel am und im Auto, das Literarische...
Manchmal pumpe ich mich so sehr mit Aufgaben zu, das mein Geist einfach völlig abschaltet. Je mehr ich noch dränge, desto weniger kommt schlussendlich dabei raus. Entspannen sollte ich mich, ja. Dann würde sicher alles besser laufen. Das Lampenfieber wegen meinem ersten Auftritt würde vergehen, die Bewerbungen nur so in 10er Packen aus den Ärmel fallen und dem Waschbrettbauch könnte ich beim wachsen zusehen. Leider jedoch lebe ich nicht in einer dieser wundersamen Welten, wie sie Herr Grob fast täglich erschafft. Und entspannen ist auch gar nicht so einfach, vor allem nach drei Tassen starkem Latte Macchiato. Da ist an Schlaf nicht zu denken, genauso wenig wie an Produktivität.
Schöne Scheisse.

Mittwoch, 24. Januar 2007

Kopfkrampf

Wummernde Klänge im Ohr und im Kopf. Datenbanken voller Models. Shillouetten von Drachen und der mehrfach simultan fixierte Schlussschuss. Ich power wieder zu viel, eindeutig. Wann hab ich eigentlich das letze Mal verlernt, mich zu entspannen? Und noch viel wichtiger - wie hatte ich es mir wieder angeeignet?

Sonntag, 7. Januar 2007

Accident Breaks

Heute Abend auf dem Heimweg bin ich auf einen Verkehrsunfall gestossen, der scheinbar erst kurz vorher passiert war. Ich lief beschwingt den Gehweg an einer langgezogenen Kurve der Hauptstrasse entlang und hörte dieses stimmungsvolle Set hier auf meinem MP3 Player:


(Ausschnitt aus dem Liveset "Journey of Sound
hosted by Section8 Recordings", as heard on bassdrive.com
)

Als plötzlich erst einzelne, kleine, dann immer größere Teile auf der Fahrbahn erschienen. Ein Stück Plastik, ein Scheinwerfer, eine Stossstange. Zwischen all dem Chaos stachen zwei schwer demolierte Fahrzeuge hervor, das eine hatte rund ein Viertel seiner Motorhaube eingebüsst, unzählige und tiefe Sprünge in der Scheibe und der mittlerweile gebrauchte Airbag war mit Blutspritzern verziert. Und gerade als das kleine Mädchen im Drum and Bass Set "Help me" schrie, sah ich ihn. Der einzige richtige Verletzte dieses Unfalls saß in der Hocke hinter einer Laterne und starrte ins Nichts. Blut lief ihm übers halbe Gesicht. Der Anzug liess ihn wie einen Banker wirken, seine bluttriefenden Hände sahen jedoch eher wie die eines altbackenen Metzgers aus. Wie sich herausstellte, war der Krankenwagen schon unterwegs und der Verletzte hatte "nur" eine Platzwunde und einige Kratzer. Ich würde es nicht Schock nennen, denn ich fühlte mich mehr wie ein weit entfernter Beobachter, ob der Absurdität dieses Zufalls. Aber das Feeling das mich in diesem Moment überkam, das perfekte, morbide Zusammenspiel von Musik und Situation, wird mich wohl doch noch einige Zeit lang verfolgen.

Donnerstag, 30. November 2006

"Schöne Landschaft, oder?"

Aus vier mach drei
aus zwei mach eine
was übrig bleibt
ist wieder keine

Was mit einem schlechten Reim anfängt, endet meist im Chaos. So auch heute Abend. Wenn mich etwas reizt, auf meinem Level ist, mich fordern und glücklich machen könnte, dann fällt es jemand Anderem zu oder liegt meilenweit draussen in der staubigen Wüste der Wunschträume. Unauffindbar. Ich bin ehrgeizig und hartnäckig, halte mich für geeigneter und entwickle einen starken Willen. Doch ich wehre mich dagegen, denn ich ahne die Konsequenzen. Ich kämpfe nicht. Wieder nicht.
Ich bleibe nur ein Freund
Wie schon so oft
Wie eigentlich immer

Aber ich bin nicht traurig, auch nicht glücklich. Ich bin gleichgültig.
Was solls...

Montag, 27. November 2006

Ich bin so vielschichtig

dass ich mich manchmal zwischen meinen eigenen Schichten verliere, der Horizont voller Möglichkeiten vor mir liegt und ich ob der gewaltigen Dimensionen meiner Selbst den Verstand verliere.

Samstag, 9. September 2006

Starving to insanity

Ich hungere. Eigentlich hungert er. Wir hungern zusammen, jede Nacht.
Im Moment fühle ich mich ein wenig wie Bateman, nur ohne die vielen Todesfälle. Ich bin ruhig, wenn ich aus der Fassung geraten sollte und panisch oder wütend, wenn ich entspannt reagieren sollte. Aber wo ist heutzutage noch oben und unten?
Verkümmert halte ich krampfhaft all meine Liebe fest, verteidige sie mit Sarkasmus, Resignation und anderen ungreifbaren Dingen vor dem grauen Alltag, nur um sie zielgerichtet einer feuerroten Göttin entgegen zu schleudern. Wie jeder Gläubige, verstehe ich die göttlichen Wege nicht. Und das Fiber oder der Schmerz in den Knochen - oder was immer es ist das mich im Moment auf den Boden drückt - hält mich auf, frisst meine Gedanken oder lässt sie mich teilweise wie Gummi von dem Inneren Wänden in meinem Kopf ziehen und falsch interpretieren.
Ich muss raus, weg hier, denkt der Kopf. Du musst dazu stehen, kämpfen, sagt das Herz. Welcher Teil auch Recht hat, beide freuen sich auf die gelungene Abwechslung, die schon in Sichtweite ist.
Aber ich hungere nach Liebe und auch dieser kurze Trip aus dem Alltag wird mir im Nachhinein nur wieder vor Augen führen, dass ich mich von dieser großen Leere zwar ablenken, temporär distanzieren aber nicht befreien kann. Zumindest nicht so ohne weiteres.
Wo sind die Gottheiten, wenn man sie braucht? Wo ist die warme Liebe meiner Göttin, wo ist die Wertschätzung meines Eifers und meiner Opfer geblieben?
Ich wage nicht zu fragen, wann sie kommt.
Aber dennoch glaube ich. Noch immer.

Sonntag, 3. September 2006

Rest at least

take no blue peril and go to sleep

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SirDregan aka Benillo
24 Jahre
wohnhaft in Bayreuth
verwirrt, melancholisch, leicht exhibitionistisch,
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