Good Times

Mittwoch, 23. Juli 2008

Das Tildegesicht

Tildegsicht

Das Tildegesicht (oder auch ~gesicht) wird verwendet um gleichzeitig erschrockenes Erstaunen und und ungläubige Verwunderung auszudrücken. Benutzt wird es von mir vor allem bei erreichen von Logiksackgassen in Diskussionen mit Frauen oder beim Anblick der neusten Werbung von roten Elektronikgroßmärkten.

Mittwoch, 2. Juli 2008

*sip* aaah



...just what i needed!

Freitag, 13. Juni 2008

Noch einmal schlafen

Und dann ist's soweit:

"An evening with Stephen Lynch" in Köln

Dienstag, 10. Juni 2008

Ich hatte alles!

Ausser genug Durchhaltevermögen. Am Sonntag war ich so im Arsch das ich im Schlaf The Offspring, Metallica und Jonathan Davis verpasst habe. Als KoRn Fan ist das eigentlich unverzeilich.
Aber feiert mal mit ein paar Berlinern und Polen zwei Nächte fast durch, dann könnt ihr das auch nicht mehr ;) Von Simon, einem der Polen, hab ich auch gleich ein neues Wort für "total betrunken" gelernt: dobry dopa (hoffe das is richtig geschrieben)

Ansonsten war Rock im Park mal wieder absolut hammer. Donnerstags eingerichtet und leicht gefeiert zum aufwärmen. Am Freitag dann Um 14 Uhr Turisas gesehen, die gar nich so dolle waren. Danach bei The Fall of Troy geflüchtet weil sie absolut schlecht waren. Ein Sänger / Gitarrist der sich wie ein großer Rockstar gefühlt hat aber nichts drauf hatte tat mir einfach nur in den Ohren weh. Ein bisschen was von Rival School und Lost Prophets gehört, die waren ganz okay.
Dann gings los. Nach Bloodlights, die ich ziemlich langweilig fand kamen Sonic Syndicate. Eigentlicht war ich nur dort um mich nach vorne zu kämpfen, da danach Pendulum dran waren. Aber ich muss sagen die Band werd ich im Auge behalten, die hatten was. Doch genug des Geplänkels, denn jetzt waren Pendulum dran. Ich war ganz Vorne und ich _meine_ ganz Vorne. Zehn Meter von der Band weg wurde ich gegen das Metallgitter gepresst und feierte bis der Rücken knackte. Pendulum sind live der absolute Hammer. Sie klingen ganz anders als auf den Alben, mehr rockig als nach Drum and Bass aber immer noch wahnsinnig unverwechselbar. Sogar die Metaller die bei den ersten Liedern noch gebuht haben gingen nach "Slam" und "Tarantula" total ab.
Danach brauchte ich erstmal Pause und war dann wieder bei 36 Crazyfists zur Stelle die ich vorher nur von Youtube kannte. Klasse Band die richtig Stimmung gemacht hat, klang für mich wie ne Mischung aus Papa Roach und In Flames.
Meiner Meinung nach hätten die den Platz an der größeren Bühne von HIM verdient, denn die waren so unmotiviert das ich nach zwei Liedern wieder gegangen bin. Queens of the Stoneage hab ich mir vom Zeltplatz aus angehört, die waren auch ganz gut.

Der Samstag war mein persönlicher Zenit. Serj Tankian war live wirklich spitze. Seit seinem Auftritt gefällt mir auch sein Album viel besser. Bei Bullet for my valentine hab ich leider nicht genug gehört da ich nicht nach Vorne gekommen bin. Und bei Rage against the machine... Junge junge. Ich hatte das Gefühl als ob der komplette Platz gleichzeitig gesprungen is als die ersten Töne erklangen. Egal wo man war, überall war Pogo oder zumindest hartes gefeiere. Natürlich war die Band auch klasse.
Während Motörhead noch spielte hab ich mich dann nach Vorne gekämpft um The Prodigy zu sehn. Ja, das war dann mein konditionelles Todesurteil. Der für mich heftigste Pogo des Festivals, wahnsinns Überstimmung und viele Schmerzende Muskeln und Knochen. Und bei Smack my bitch up, als ich nochmal alles gegeben hab, traf mich ein namenloser Ellbogen am Kiefer und schleuderte meine Brille vom Gesicht, die ich mit einem beherzten Sprung in die Menge noch in der Luft wieder auffing, bevor ich gegen eine weitere Schulter krachte ^_^
Kurz gesagt: Es war so verdammt geil das ich am Sonntag nur Disturbed und In Flames gesehen habe und danach ins Zelt zum auskurieren musste. Um dafür zu kompensieren haben wir nachts noch mit den Polen bis 4 oder 5 Uhr morgens gefeiert um dann ab 10-11 Uhr langsam abzubauen und gegen 13 Uhr heimzutrudeln.
Und heute hab ich bis 16:30 Uhr geschlafen und bin immer noch kaputt, also werd ich mich jetzt wieder weiter entspannen.

Fotos folgen.
Natürlich hab ich in all meiner Hast doch was vergessen - die überaus coole Nachbarschaft auf dem geilsten Zeltplatz des Festivals C 1.2! Bei den Lokalisten gibt es die passende Gruppe mit Fotos von diesem Jahr: Klick mich!

Mittwoch, 4. Juni 2008

Hab ich alles?

Ne, natürlich nicht! Ich vergess immer irgend etwas. Aber das ist mir jetzt auch sowas von egal, denn morgen ab spätestens 12 Uhr ist Entspannung angesagt. Einmal noch früh aufstehen, einmal noch arbeiten (Zelt aufstellen, Platz sichern) und dann nur noch bis Sonntag feiern. Ich werde Pendulum, Rage against the machine, Metallica, Prodigy und viele andere Live sehen. Es ist Zeit für:
Rock im Park 2008

So long, bis nächste Woche!

Mittwoch, 21. Mai 2008

Epische Ausmaße

Durch einen glücklichen Zufallund einem funktionierenden XBox-VGA Kabel kam ich vor kurzem zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis das mein Spielerherz fast vor Freude zerspringen lies. Und ja, dieser Eintrag ist hauptsächlich dazu gedacht René neidisch zu machen. Also machen wir es kurz und atemberaubend:

GTA IV auf 4x3 Meter

GTA IV auf einer 4x3 Meter Leinwand zu spielen ist einfach nur episch. Und glaubt mir, es ist ein ganz anderes Spielgefühl, man gerät in Versuchung seinen Kopf zu bewegen statt den Controller und das ist für mich das erste Mal in meiner Spielerkarriere das ich vom Bild ein paar Schritte zurückgetreten bin um das Spiel besser geniessen zu können.

Aber natürlich will ich dich nicht nur neidisch machen, René. Du bist offiziell eingeladen das selbst mal zu testen. Wenn du also mal in Franken bist - gimme a call.

Mittwoch, 30. April 2008

GTA IV - Subjektives Kurzreview

Da ich ja seit gestern stolzer Besitzer einer XBox mit GTA IV bin, muss ich mich doch gleich mal drüber auslassen (damit auch Knurrunkulus heute noch fröhlich shoppen gehen kann ^_^ Tu es! Du weist das du es auch willst! ;)). Zuerst folgt ein kurzer Überlblick über die guten und schlechten Seiten, dann eine ausführlichere Erläuterung dieser Punkte. Ich gebe zu bedenken das dies alles aus der subjektiven Sicht eines Fans der GTA Reihe und PC Spielers geschrieben ist.

Kurzüberblick:
negative Aspekte:
- XBox ist lauter als viele offene PCs
- Multiplayer bei XBox kostenpflichtig
- Kamerasteuerung am Anfang sehr schwer für Mausverwöhnte

positive Aspekte:
- sehr günstiges Bundle inkl. 4 Monate "XBox Live! Gold"
- leichte, stufenlose Regulierung von Fahr-/Laufgeschwindigkeit
- wirklich sehr dichte Atmosphäre
- Grafik ist überdurchschnittlich gut
- Soundkulisse ist absolut überzeugend
- noch weniger Nachladezeiten als bei den Vorgängerspielen
- Steuerung ist selbst für PC User präzise
- neues Physiksystem
- Unglaublich viele Details
- verbesserte K.I.

Erläuterung der Vor- und Nachteile:
Als erstes ein Blick auf die negativen Punkte, da das augenscheinlich am schnellsten geht. Was mir als erstes aufgefallen ist war natürlich das Turbinengeräusch der XBox, die locker mit meinem offenen PC mithalten kann. Ich muss mir für die gute Kiste wohl noch einen Schalldichteren Platz suchen. Als nächstes stösst natürlich kostenpflichtiger Multiplayer auf, da man als PC Spieler ja in den meisten Fällen ohne Extra-Anmeldung gleich loslegen kann. Dazu sei jedoch gesagt das dem Bundle 4 Freimonate (1 zusätzlicher in GTA 4 enthalten) beiliegen, die vorerst ausreichen sollten. Als nächstes wäre die Kamerasteuerung zu bemängeln, die mich als Mausnutzer natürlich am Anfang gleich gestört hat. Die Kamera hängt fest hinter dem Auto und in Kurven oder um Übersicht zu kriegen muss man nachjustieren und den Stick auf dem Pad in dieser Position halten. Ehrlich gesagt habe ich mich nach ungefähr einer Stunde jetzt daran gewöhnt, aber das ist definitiv ein großer Nachteil gegenüber der gewohnten PC-Maus. Für mich jedoch der Einzige.

Die positivien Seiten von GTA IV... Hach, wo soll ich anfangen?
Das das Bundle wirklich günstig ist, dazu braucht man sicher nichts mehr sagen. Die stufenlose Gasregulierung des Joypads ist für mich ein absoluter Vorteil. Keine abgehackten Gasschübe mehr wie ich es vom PC gewohnt bin, sondern präzises beschleunigen welches somit auch sehr zur Atmosphäre beiträgt. Die Story ist - soviel ich bisher erlebt habe - wunderbar eingebettet. Die Dialoge und Schnitte sind erstklassig und fügen sich so wunderbar zusammen, das das Spiel filmreif wirkt. Ein gutes Beispiel hierfür: Nach einer gescheiterten Mission kommt nicht einfach während des Autofahrens ein dickes "Mission gescheitert" und man fährt einfach weiter seine Wege, sondern es wurden kleine Zwischensequenzen eingebaut. In meinem Falle hatte ich das Auto aus der Kurve heraus ins Hafenbecken bugsiert und nachdem ich an Land geschwommen war und das Vehikel blubbernd versunken ist, kam eine Zwischensequenz in der der Spieler mit dem Besitzer des Autos den Bus nach Hause nehmen und er mich an der Bushaltestelle noch zur Sau machte, das der Verlust des Autos ein viel größerer Schaden sei als die gescheiterte Mission.
Die Grafik hilft hier natürlich auch enorm. Natürlich ist es kein Bombastanblick wie Crysis oder andere Toptitel, dafür ist die Spielwelt und Sichtweite aber so groß und die Details so zahlreich das man schon staunt wie man bei solch einem riesen Spiel noch Ressourcen übrig hat um zum Beispiel Lackkratzer in den Autos je nach Lichteinfall reflektieren zu lassen. Eyecandy wohin man auch schaut! Auch Explosionen wirken jetzt um einiges realistischer, ein relativ kurzer, greller Feuerball und und viel Rauchentwicklung. Kann natürlich sein das da noch mehr kommt.
Auch der Sound wurde natürlich aufgebohrt. So hört man das Radio noch aus dem Auto tönen nachdem man ausgestiegen ist - natürlich nur gedämpft wenn man die Tür zuwirft - und auch aus vorbeifahrende Autos mit offenen Fenstern tönt verschiedene Musik in verschiedenen Lautstärken. Der Soundtrack umfasst über 200 Lieder, mit Größen wie z.B. Aphex Twin, Bob Marley, Kanye West und R.E.M. die von Radiomoderatoren mit berühmten Stimmen wie Iggy Pop und Karl Lagerfeld begleitet werden.
Die Nachladezeiten beschränken sich auf 5-10 Sekündige unterbrechungen vor Missionen / Cutscenes, ansonsten lässt sich jeder Laden ohne nachladen Betreten. Wie das zwischen den Stadtteilen ist kann ich noch nicht sagen.
Die Steuerung ist wie weiter oben bereits erwähnt wunderbar Präzise. Durch das überarbeitete Kampfprinzip reicht auch meiner Erfahrung nach blosses auf-die-Tasten-hämmern nicht mehr wirklich aus, sondern man muss ebenso blocken und die Schläge timen. Auch das verhalten der Autos fühlt sich mehr wie in einem ernsteren Rennspiel an - hier brauche ich definitiv noch viel Übung.
Dadurch hab ich auch gleich das neue Physiksystem kennengelernt. Wo man bei den alten Teilen nach einem Aufprall gegen die Mauer mit 100 km/h noch einfach den Rückwärtsgang einlegen und weiterfahren konnte, fliegt man hier stilvoll durch die Frontscheibe. Und auch das aussteigen während der Fahrt sieht je nach Geschwindigkeit mehr oder weniger heftig aus und lässt einen schmerzvoll das Gesicht verziehen.
Zu guter Letzt muss ich noch ein Wort über den Detailreichtum verlieren. Alle Aktionen laufen über das Mobiltelefon ab, das ein eigenes Addressbuch, Kurzmittelungsspeicher und später auch eine Kamerafunktion besitzt. Es kann also gut sein das dich während der Schiesserei eine Dame anruft und dich beschimpft warum du dich nicht mehr meldest. Im Auto lässt sich das Fernlicht anstellen, was Nachts überaus sinnvoll ist. Ausserdem gibt es Bowlinghallen, Bars mit Bier (ja, man kann sich betrinken und das merkt man dann auch ;)) Dart und Billard und Internetcafés in denen man nach Herzenslust auf über 100 Websiten browsen kann. Die Webadressen auf den Werbeschildern in der Stadt lassen sich also auch wirklich aufrufen.
Zu guter letzt noch die verbesserte künstliche Intelligenz. Die Stadt und ihre Einwohner haben wirklich Persönlichkeit und sind insgesamt weniger aggressiv. Vor allem im Verkehr ist mir aufgefallen das es nicht wie in früheren Teilen alle paar Meter zu Unfällen kommt. Wenn du also mit hoher Geschwindigkeit vor jemandem einscherst und abbiegst bremsen die meisten und sind zu überrascht um zu hupen, andere jedoch reagieren schon etwas heftiger. Auch machen einen die Autofahrer jetzt alle mit (Licht-)hupen darauf aufmerksam, wenn man gerade als Geisterfahrer in der falschen Richtung unterwegs ist - in früheren Teilen haben nur die direkt auf dich zusteuernden gehupt und den Spieler gerammt.
Was soll ich noch sagen? Es gäbe noch so viel...
Rockstar hat wirklich wieder einen Meilenstein wie damals bei Teil 3 abgeliefert und ich kann jedem Fan der Reihe nur raten - holt euch das Bundle, es ist Gold wert!

Achja: Wer wie ich dachte, der Vorteil an der PC-Version eigene Musikstücke einzubinden: Die XBox lässt sich ganz leicht mit dem PC kombinieren und ihn als Ressource für Medien wie Musik, Videos etc. benutzen die wiederum auch in Spielen verwendet werden können

Dienstag, 29. April 2008

Ich konnte nicht wiederstehen...

Ich hätte das angeborene Nerdgen unterdrücken, bis Oktober auf die PC Version von Grand Theft Auto IV warten können und dann mind. 500€ für einen neuen PC ausgeben müssen. Aber dann kam irgend so ein Marketinheld auf die Idee ein Bundle zu erstellen und beim kauf einer XBox (199€ Arcade bzw. 269€ für die Version mit Festplatte) GTA IV und 3 Monate XBox Live! gratis dazuzugeben.
Ausserdem gibt IGN dem Spiel dann noch eine perfekte 10/10 Wertung (das hat es seit 1999 nicht mehr gegeben!)
Wie soll man da bitte noch wiederstehen können?!


(IGN Review, via René)

Donnerstag, 17. April 2008

24 Stunden in New York - Teil 3

Nachdem ich bei laufendem Fernseher eingeschlafen war, erwachte ich um 7:30 Uhr, also nur wenige Stunden später, putzmunter und absolut Vodka katerfrei. Da ich um 14:30 Uhr vom Hotel abgeholt werden würde und ich noch ein bisschen Geld loswerden wollte, sprang ich sogleich in das steinerne Badezimmer und entfernte den Bar-/Partygeruch um ihn mit einem neutraleren Geburtstagsduft zu ersetzen. Meine Fresse, es war 8 Uhr morgens und ich nichtmal ein bisschen müde. Aber selbst diesen Zustand kann man noch verbessern also ab zum Frühstücken in den Starbucks. Dort entdeckte ich auf der Toilette ein Schild mit einer schönen Schritt-für-Schritt Anleitung für die schwierige Aufgabe des Händewaschens. Nach einem Vanilla Latte und einem Cookie folgte noch ein Vanilla Donut von Dunkin Donuts der das "rush" in dem Wort "sugar rush" verursachte. Wuselig in den Beinen steuerte ich in Richtung Innenstadt wie ein Kind, das zum ersten Mal Jolt getrunken hatte. Ich meine das richtig gute mit 280mg Koffein.
Jedenfalls wurde mir das planlose rumgelaufe bald zu langweilig, also winkte ich in "Statue of Liberty"-Pose (wie man das halt so macht) ein Taxi herüber, das mich zu Macy's bringen würde.
Der Taxifahrer war Inder und sprach ungelogen mit dem gleichen Akzent wie Apu. Da ich immer noch vom Zucker angetrieben wurde und in jedem New Yorker Taxi ein Touchscreen mit eigenem Newskanal und Karte der Stadt eingebaut ist, spielte ich erfreut mit dem Gerät. Man lacht ja auch nicht über lustige Akzente! (*tchihihi*)
Als ich vor Macy's stand fiel mir wie zu erwarten die Kinnlade auf den Bürgersteig. Was ein Gebäude. Auf 10 Stockwerken mit insgesamt 198.000 m² ist das selbst von aussen mehr als nur "imposant". Doch ich war zu früh dort, also vertrieb ich mir die halbe Stunde Wartezeit im Gamestore. Haaaach! Videospiele über Videospiele, über zwei Stockwerke verteilt und eng gestapelt bis hoch zur Decke. Und ja, ich habe GTAIV gesehn. Und ja, es ist der Hammer! Aber weiter im Text, ab zu Macy's.
Fünf Minuten bevor der Laden seine Pforten öffnete - und was für Pforten - stand ich im Vorraum und beobachtete die Verkäufer wie sie sich fein säuberlich neben ihre quadratischen Verkaufsflächen positionierten. Und dann ging es los: "Good morning, welcome at Macy's", "Good morning to you sir!", "Good morning!" und so weiter und so fort. So oft hab ich noch nie in meinem Leben "Guten Morgen" gesagt. Müsste etwa dreihundertachtundzwanzigmal gewesen sein. Aber wisst ihr was? Es war nicht schleimig oder anbiedernd. Klar, gestellt schon irgendwie, aber man fühlte sich wirklich wohl und so ist das definitv besser als von einem genervten "Geiz ist geil" oder "Saubillig"-Verkäufer ignoriert oder gar "beraten" zu werden. Mein persönliches Highlight hier waren aber definitiv die hölzernen Rolltreppen:

Rumpeldiebumpel. Charismatisch, wirklich.
Da Macy's aber eher interessant für Frauen ist, schlenderte ich sogleich weiter in Richtung Time Square. Häuserschluchten über Häuserschluchten, die Strassen schienen enger zu werden und alle zehn Meter schien eine Leuchtreklame mehr in meinem Blickfeld zu erscheinen bis ich schliesslich das Zentrum erreichte:

Hach, der Time Square. Ehrlich gesagt fühlt er sich sehr viel kleiner an als man auf Fotos oder von Filmen vermuten würde. Das liegt meiner Meinung aber auch daran das man beim Laufen ja meist nach Vorne sieht, statt den Kopf in den Nacken zu werfen. Dadurch sieht man nur die relativ eng wirkenden Häuserschluchten und wird von den Lechtreklamen erdrückt. Nichtsdestotrotz ist es aber ein wunderbares Erlebnis. Für einen kurzen Moment stellte ich mir vor wie sich das wohl anfühlt ganz alleine dort zu stehen, wie Tom in Vanilla Sky. Doch bevor ich den Gedanken zuende gedacht hatte bemerkte ich, dass ich schon vor dem Virgin Mega Store stand und meine Augen begannen heftig zu leuchten. Und dann begann das Inferno. Der absolute Einkaufshimmel für einen Freak wie mich. Durch den schlechten Dollarkurs und den sowieso schon niedrigeren Preisen räumte ich die Regale ab und kam mit einer großen Tüte voller DVDs und strahlender Miene wieder heraus.

To be continued...

Montag, 7. April 2008

24 Stunden in New York - Teil 2

Doch so schlimm wie der angewärmte Lichtschalter vermuten lies war das Zimmer überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, die Wände des Badezimmers waren sogar komplett aus Stein und alles war wirklich sauber und bildete somit ein recht extremes Gegenstück zum Ausblick aus dem Fenster. Auch konnte man die Tauben durch das geschlossene Fenster nicht mehr kacken hören - für ruhigen Schlaf sollte also gesorgt sein. Doch betten wollte ich mich erst, nachdem ich ordentlich in meinen Geburtstag gefeiert hatte. Also raus aus den Flugzeugklamotten, hinter die Glastür unter die Dusche und fünfzehn Minuten später trat ich frisch und gestyled vor die Tür des Hotels. Und dann liess ich mich einfach nur treiben...
Bevor mein Kopf realisiert hatte was los war, sprach ich auch schon ein junges Paar an. Ich sei nur für einen Tag in der Stadt, in sechs Stunden hätte ich Geburtstag und wüsste gerne wo man hier feiern kann. Die Beiden lächelten mich an und empfohlen mir eine Bar namens Banc ("bank... with a c at the end!") gleich in der Nähe. Dies sei ein guter Startplatz für eine Nacht in Manhattan. Also steuerte ich los, setzte mich an die Bar, orderte einen White Russian und sprach meinen Sitznachbarn an. Es dauerte keine zehn Minuten, da war ich auch schon in netter Konversation mit Jeff und seinen drei Freunden. Oder war es Chris gewesen? Naja egal, jedenfalls war meine Aussprache scheinbar recht gut, da sie mich zuerst für einen Amerikaner mit ländlichem Akzent hielten. Obwohl... wenn ich mir das so recht überlege war das vielleicht gar kein Kompliment gewesen. Auf jeden Fall fing der Abend schon gut an, der White Russian schlug doppelt so stark zu, war jedoch nur halb so teuer wie in mir bekannten Kneipen meiner Heimatstadt (was vermutlich auch an dem schwachen Dollar liegt). Mit einem Handzeichen wollte ich der Bedienung signalisieren "der Drink schmeckt fantastisch!", sie deutete dieses Zeichen jedoch als ein "Bitte noch einen hiervon, Schönheit!" und stellte mir wenige Sekunden später wimpernklimpernd noch einen Drink vor die Nase. "Was solls - ich feier Geburtstag in Manhattan!", dachte ich mir und genoss meine beiden Drinks. Die Bar wurde langsam voller und ich begann mehr Leute anzusprechen, so dass ich im Laufe des Abends zwischen drei großen Ecken der Bar hin und herschlenderte, Bud Lights ausgegeben bekam oder Bud Lights verteilte, zwischendrin das Angebot einer wunderschönen Viertelitalienerin ausschlug ("You're so cute! I just want to put you in my handbag and take you home with me!") und pünktlich um zwölf etwa fünfzehn bis zwanzig Menschen zuprostete. Vierundzwanzig Jahre. Ich war glücklich, in guter Gesellschaft und ich war betrunken. Also feierte ich weiter, unterhielt mich über Politik, die Unterschiede zwischen Deutschland und Amerika und all die kleinen und großen Dinge, die uns bewegen. Ich hatte es geschafft, mein Ziel in einer völlig fremden Megametropole lauter nette Menschen kennengelernt die mit mir Geschichten austauschten, lachten, feierten absolut erreicht. Gegen zwei, halb drei Uhr nachts trat ich dann aus der Bar und schlenderte mit einem clownhaften Grinsen im Gesicht zurück zum Hotelzimmer.

Klick mich an!

To be continued...

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SirDregan aka Benillo
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