Es wird Zeit mich zu sortieren.
Auszusortieren was nicht zu mir gehört und ordnen um den Überblick nicht ganz zu verlieren. "Das ist die Revolution des Verstandes" sagte ein Besucher der Firmenräume von "Life Extension". Und Recht hat er, die Revolution ist nur ein Traum aus dem es aufzuwachen gilt.
Konzentrieren wir uns jedoch zu viel auf die Realität schmeckt es tief im Rachen immer mehr bitter und pelzig. Sollen all die Träume umsonst geträumt, all die Fantasien nichtig sein? Statt mich für eine Seite zu entschliessen und fest im Leben zu stehen oder mich abgeranzt in meiner Traumwelt zu verlieren entscheide ich mich jedoch für die dritte Möglichkeit. Wie die Wellen der Hirnströme auf die die Schlafforscher starren und nach Mustern suchen lasse ich mich fallen um anschliessend wie so oft hart zu landen und die starre Eisenleiter nach oben zu klettern. Stufe für Stufe, monoton aber angenehm geregelt. Auch wenn es anstrengend ist wird es doch von Mal zu Mal leichter. Erinnerungen an
Verrückte Aktionen machen den Aufstieg leichter. Verdrängen - doch nicht vergessen - der Tatsachen am Boden lässt einen angenehmer fallen. Viel Elan braucht man für einen kurzen Flug, doch
der lohnt sich in jedem Fall und das Gefühl manifestiert sich wieder wenn man einen Text, der von Herzen kommt auf der Bühne performt, um 2 Uhr nachts im Nebel zwischen den Türrahmen mit dem besten Freund über die Welt im Allgemeinen und im Besonderen redet oder einfach nur mal für einige Sekunden die geschlossenen Augen in Schnee und Wind hält und alles wertfrei aufnimmt.
Flügel, ja Flügel wünscht man sich so oft im Leben. Und vergisst dabei doch immer wieder das man schon längst welche besitzt. Was man nicht sehen kann lässt sich schwer als Teil der eigenen Realität akzeptieren. Aber Offenheit für Gefühle und Geschehnisse ohne die Schubladen zu aktivieren ist möglich wenn man nur einfach mal loslassen kann
und daran glaubt das man kein Netz braucht
und keinen doppelten Boden