Daydreams

Montag, 23. Februar 2009

Träumereien

Hoch oben throne ich in meiner CO2-Residenz und Blicke auf die Welt herab. Was für ein wirrer Traum doch aus der Realität geworden ist, in die ich mich immer öfter flüchte...
Aber schon bald wird es Zeit zurück zu gehen und mir einen langjährigen Traum zu erfüllen. Ich liebe es wenn solche kleinen Tagträumereien aus der Vergangenheit in die Gegenwart schwappen und man merkt das doch nicht alles so unglaublich weit weg ist und niemals wahr werden wird, was man sich damals so innig gewünscht hat. Und es ist immer wieder erstaunlich wieviele Menschen man mit seinem Eifer und der Leidenschaft anstecken kann und die nicht nur sagen das sie einen Unterstützen sondern das auch wirklich tun.
(An alle die sich jetzt angesprochen fühlen gleich mal ein dickes Dankeschön!)

Und an den Rest, der gar keine Ahnung hat was das eigentlich soll - habt ein wenig Geduld. Hier wird nach und nach mehr verraten und als kleines Schmankerl ist hier der erste Teil eines Teasers for things to come:

Der Wecker tickt nicht. Meine Augen sind halb geöffnet. Doch der Wecker tickt nicht. Alles ist still und meine Augen sind halb geöffnet. Ich blicke in die Schwärze vor mir. Oder über mir? Ich hab die Orientierung verloren. Meine Augen sind halb geöffnet. Der Wecker tickt nicht. Bin ich unter der Decke oder hüllt die Dunkelheit mich ein? Ich atme bewusst aus und ganz langsam wieder ein. Der Wecker tickt nicht.
Er schreit.

Montag, 26. Januar 2009

Bark for good

Seit einiger Zeit ist dieser kleine Hund mit mir zusammen. Aufgrund seines T-Shirts war mir sofort klar - sein Name ist Donnie Barko!

Wir beide verstehen uns echt klasse, Donnie und ich. Die meiste Zeit liegt er zwar in der Seitentasche meiner neuen Winterjacke aber jetzt gerade sitzt er hinter mir und guckt War Games mit mir während ich dies hier tippe. Selbstreferenzialität somit abgehakt. Im Hintergrund lugt ein verstörendes Bild von Tatsuyuki Tanakas hervor. Das Mädchen mit dem Kabel in der Schläfe glotzt auf ihr Pet, den Chamäleonroboter.
Hechelnd. Nach Öl?
Der Film leuchtet den Raum partiell aus, das Videofenster ist groß genug um den Raum durch starke Helligkeits und Farbextreme gefühlstechnisch zu beeinflussen. Dr. Cox lässt mich lachen, obwohl er es eigentlich gar nicht ist, oder? Dafür rege ich mich nicht als Arcademusik zu hören ist. Innerlich bin ich wieder 12 Jahre alt und vor meinem Commodore. Dabei war ich gar nicht so ein Geek damals. Zumindest nicht früh genug um heute ein Genie auf dem Keyboard zu sein. Console Hero, quasi.
Reicht bei mir leider nur für 3 von 5 Sterne. Dafür bin ich ein ganz passabler Mario-Spieler und kann somit Sterne aufholen. Was macht die Schreibarbeit eigentlich so einen Affentanz zwischen peinlichen Dialoghappen und lyrischen Glückskeksen?
Ich stehe am Fenster und schreibe dies. Tausche Keyboard mit Kamera. Auch ohne Speicherkarte - just for the sake of it.
"Na, Donnie, wie findest du den Film?", frage ich ohne mich umzudrehen. Ich glaube er starrt immer noch auf das Mädchen mit dem Chamäleon, denn er antwortet nicht. Vielleicht schläft er aber auch schon. Dem kann man sich doch nur anschliessen. Aber erst nach dem Finalen.
Ende.

Dienstag, 3. Juli 2007

Nur mal ein bisschen Umsinn

Die große Fähre wirbelte donnernd Staub und Brocken von Teer auf als sie langsam über die Hauptstrasse segelte. "Was muss der Kapitän doch mutig sein", dachte ich bei mir, "stobt er doch hier mitten über die Albrecht ohne überhaupt eine Lizenz zu besitzen!". Man erkannte bereits von weitem das er unter falscher Flagge segelte und zudem nicht den vorgeschriebenen Kapitänshut inklusive schillernder Feder trug. Langsam drehte ich mich zu Herbert um und starrte ihn euphorisch an.
"Was ein Teufelskerl, oder?", frug ich, doch Herbert die Laterne wollte partout nicht antworten. Vermutlich war sie immer noch sauer, weil ich sie ob ihrer weiblichen Formen für eine Frau halte.
Da Herbert meine Euphorie nicht teilen wollte, sondern mir nur ihr leuchtendes Rot ins Gesicht strahlte, beschloss ich mir das Spektakel eben alleine anzusehen. Nachdem die Stadtverwaltung Herbert die Beine einbetoniert hatte, weil sie bis früh am Morgen durchfeierte und dann pünktlich zum Pendlerverkehr die Lampe an hatte, konnte sie sowieso nicht mit mir mitkommen.

Donnerstag, 8. März 2007

Meet me

(24.05.2006 - bisher unveröffentlicht)

Den ganzen Tag lang starre ich schon auf meine Füsse um die leeren Augenhöhlen der ganzen gesichtslosen Arschlöcher um mich herum nicht ertragen zu müssen. Was würde ich jetzt darum geben, in den Armen einer fremden, hübschen Frau zu liegen. Doch hier ist keine Fremde, nicht mal eine richtige Frau, sondern nur schwarze Augenpaare, die mich anstarren. Schlechte Laune lässt sich nicht einfach verjagen wie eine lästige Mücke, also lebe ich sie aus und schleudere sie zurück zu den vermeintlichen Verursachern. Lauwarmer Kaffe gibt mir die nötige Kraft um mich schneller zu Bewegen, als ich es eigentlich möchte und so überlebe ich den zähen Tag schlussendlich doch noch. Jetzt nur noch ins Bett, zurück nach Hause marschieren und unter die Decke schlüpfen um nichts mehr von der Welt dort draussen sehen zu müssen. Doch da, ganz plötzlich und unverhofft, ein Lichtblick. Einige Meter vor mir läuft ein strahlendes Wesen, scheint den Himmel zu erhellen und die Blumen um sich herum zum Blühen zu bringen. Haltlos laufen wir aufeinander zu, sie mit einem Dreiviertellächeln, ich mit einem Viertellächeln. So starren wir uns an, bleiben stehen, bewegen uns aufeinander zu und küssen uns. In diesem göttlichen Augenblick ist die Welt um uns herum einfach nicht mehr vorhanden, alle Geräusche lautlos geschalten und unsere Körper verschmelzen zu einer neuen Kreatur. Jetzt endlich fühle ich mich vollständig.

Donnerstag, 9. November 2006

Riot of the Flesh - Kapitel VIII

Nachdem Clen mit einem scheinbar nicht von Meisterhand gefertigten Lehmbecher zurückgekommen war, hatte sich Arthur schwerfällig aufgesetzt und an eine steinerne Wand gelehnt. Alles um ihn herum erweckte einen kargen und vorsintflutlichen Eindruck. Die Räume in seiner Sichtweite waren karge Höhlen, stabilisiert durch einzelne, scheinbar willkürlich angeordnete Mauern. Auf dem Boden und auf schlecht verarbeiteten Lehmklumpen, die so etwas wie Tische und Stühle darstellen sollten, lagen diverse selbstgebaute Werkzeuge.
"Wie fühlst du dich?", fragte Clen mit besorgter Miene.
"Besser", antwortete Arthur, "ein wenig besser".
Das reden fiel ihm immer noch schwer, also übernahm Clen die Initative und klärte ihn über die aktuelle Situation auf. Er befand sich etwa fünfundzwanzig Meter unter der Erde in einem autonomen Gebäudekomplex aus zwei Dutzend Höhlen, die durch mehrere Gänge miteinander verbunden waren. Bevölkert wurde dieser von der Wiederstandsgruppe "Flesh", die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, das Überleben der Menschheit zu sichern. Da es ein großes Risiko war, an die Oberfläche zu gelangen, war Holz hier unten Mangelware. Die meisten Einrichtungsgegenstände waren aus Lehm gearbeitet, den es hier unten in Mengen gab.
Während Clen sprach gesellten sich nach und nach einige schüchterne, aber doch neugierige Männer und Frauen dazu. Sie näherten sich vorsichtig und verteilten sich absolut lautlos im Raum, immer darauf bedacht genügend Abstand zu dem Fremdling zu halten. "Wie ein Schwarm Glühwürmchen", dachte sich Arthur.
"Aber vor was versteckt ihr euch hier unten eigentlich?", fragte er, Clens Ausführungen unterbrechend. Doch bevor dieser zu einer Antwort ansetzen konnte erklang ein hochfrequenziertes Summen, das sich gespenstisch an den Wänden der Räume brach. Augenblicklich verschwand die komplette murmelnd Zuhörerschaft in den anliegenden Höhlen.
"Keinen Laut!", sagte Clens, "Sie kommen..."

Freitag, 27. Oktober 2006

An einem lauen Abend

John Doe sitzt in meiner Küche und raucht. Ich finde das paradox, ja, eigentlich sogar ein bisschen lustig, da er Zeit seines Lebens Nichtraucher war. Auch wenn er nicht wissen kann, was auf ihn wartet. Und niemand wissen wird, wer er ist. Er ist nervös, aber versucht, sich nichts anmerken zu lassen.
"Rauchen ist schädlich", sage ich, mehr zu mir selbst als zu ihm. Und wie zu erwarten, reagiert er nicht darauf. Nicht einmal sein langsames Blinzeln beinhaltet eine Aussage. Was soll er auch schon großartig sagen? Das Knistern der herunterbrennenden Tabakblätter ist das einzige Geräusch an diesem unwirklichen Abend. Langsam schüttle ich mit dem Kopf und schliesse für einen Moment die Augen. Als ich mich wieder gesammelt habe, nehme ich die Tasche mit dem Geld und schreite festen Schrittes zur Hintertür.
"Auf Wiedersehen, John Doe", verabschiede ich mich leise. Müde dreht er seinen Kopf nach mir um, doch bevor er etwas entgegnen kann durchschlägt die Kaliber .50 BMG in einer schnurgeraden Linie erst das Küchenfenster, anschliessend seinen fast kreisrunden Kopf und bohrt sich schlussendlich fast vollständig durch die dahinterliegende, gekachelte Wand. Natürlich nicht, ohne lautstark einen Großteil seines Schädelinhaltes mit sich zu reissen.
Als ich wenige Minuten später auf dem Heimweg die 45ste Richtung Norden fahre, kann ich die Siren bereits hören.
John Doe ist tot.

Mittwoch, 20. September 2006

Riot of the Flesh - Kapitel VII

Atmen! Keuchen. Erbrechen.
War Arthur wach oder träumte er? Um ihn herum drehte sich alles, nichts wirkte real oder im Entferntesten greifbar. Er kauerte nackt auf einem von oben hell beleuchteten, rostigen Eisengitter und konnte nicht aufhören zwischen den Übelkeitswellen panisch zu atmen. Ein gleichmässiges Zittern durchfuhr seinen ganzen Körper und obwohl er sich sicher war das in seinem Magen vollkommene Leere herrschte, konnte er nicht aufhören zu würgen.
"Er schafft es, ganz sicher!", rief eine männliche Stimme dessen Position er nicht zu bestimmen vermochte. Eine schmerzvolle Ewigkeit verging, bevor Arthur wieder einigermaßen gleichmäßig atmen konnte und die Würgereflexe sich auf ein Schluckaufniveau reduziert hatten.
"Wo...", versuchte er zu antworten, doch der Mann der plötzlich vor ihm stand, legte ihm einen Finger auf die Lippen. Er war von hochgewachsener, hagerer Statur, stark behaart und in grobe, dreckige Leinen gekleidet, die ihm das Aussehen eines armen Bauern aus dem 13ten Jahrhundert wirken liessen.
"Ich bin Clen und du bist hier bei Freunden. Versuch dich zu entspannen, Mark", sagte Clen und Arthur liess sich langsam an den Rand des Lichtkegels neben dem Eisengitter zu Boden gleiten. Mit letzter Kraft drehte er sich auf seinen Rücken und bekämpfte den Schluckauf mit tiefen, ruhigen Atemzügen.
"Ich hole dir etwas Wasser", sagte Clen und verschwand in der Dunkelheit.

Dienstag, 19. September 2006

Sacro rides the Dregan; Part 4

..., er konnte einfach nicht gewinnen. Dieses Mal nicht. Schwer seufzend nahm er seinen futuristisch anmutenden Gegenstand erneut in die Hand und drückte ein größeres, herausstehendes Symbol an dessen Unterseite. Die metallene Zigarrenhülse begann schnell und konstant lauter werdend zu summen und als das Geräusch einem ohrenbetäubenden, urzeitlichen Wasserfall glich, begann die Welt um Thomas zu verschimmen. Alles waberte und drehte sich, die Welt schien völlig aus den Fugen zu geraten. Doch Thomas selbst wurde nicht einmal mehr übel, so sehr hatte er sich schon an die Prozedur der Rückreise in seine Zeit gewöhnt. Als die Welt um ihn herum zu einer vollkommenen Absurdität verzerrt war, klang das Summen langsam wieder ab und um ihn herum setzte sich die Welt von 1879 in ihre Bestandteile zusammen.
Thomas war sich bewusst, dass er den Lauf der Geschichte - nicht nur für die beiden französischen Soldaten - massgeblich verändert hatte. Er hoffte nur, das sie nicht allzu böse waren, wenn er sie um Hilfe in dieser Angelegenheit bat. Leider sah er keine andere Möglichkeit mehr, also begann er, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Die Verbindung zu diesen Wesen aus einer anderen Zeit, vielleicht sogar einer anderen Dimension, stand binnen Augenblicken. Fast schon schmerzhaft schallend vernahm er die unverwechselbare, engelsgleiche Stimme hinter seinen Schläfen:
"Wir sehen, warum du uns gerufen hast. Wir wissen, dass du es nicht hättest schaffen können und mit deinem Tod ein mindestens genauso großes Paradoxon geschaffen hättest. Wir finden deine Einschätzung der Sachlage akzeptabel. Wir werden die notwendigen Korrekturen hervorrufen."
Und Thomas sah...

Fortsetzung manifestiert sich hier.

Teil 1
Teil 2
Teil 3

Mittwoch, 13. September 2006

Riot of the Flesh - Kapitel VI

Eine Woche war vergangen seit Arthur aus dieser merkwürdigen Ohnmacht erwacht war. Trotzdem hatte sich das flaue Gefühl in seinem Magen seitdem nicht merklich verringert und obwohl er sich eigentlich sicher war, dass er Arthur Foster hies, sties ihm sein eigener Name unangenehm auf. Irgendetwas sonderbares war mit ihm geschehen, aber er konnte sich einfach nicht erklären, was es war. Grübelnd saß er in seinem Arbeitszimmer und schien unansprechbar in seine Gedanken versunken.
"Schatz, kommst du endlich ins Bett?", rief seine Frau Jessica ihm durch den Flur entgegen. Doch Arthur registrierte sie nicht.
"Schatz! Es ist schon", begann Jessica etwas lauter und hielt dann mitten im Satz inne. Verwundert taumelnd fasste sie sich an den Kopf und brach binnen Sekunden zusammen. Der harte, dumpfe Aufschlag ihres Körpers riss Arthur aus seinen Gedanken.
"Jess? Ist alles in Ordnung?"
Urplötzlich hörte, nein, spürte Arthur ein hochfrequentiertes Pfeifen in seinem Kopf. Er verzog sein Gesicht zu einer Grimasse, schloss die Augen und hielt sich ruckartig beide Ohren zu. Doch das Geräusch liess sich dadurch kein bisschen dämpfen. Panisch öffnete er seinen Mund zu einem lautlosen Schrei - mehr brachte er nicht zu Stande. Arthur konnte sich nicht mehr bewegen und wurde von diesem unmenschlich lauten Geräusch paralysiert. Ängstlich versuchte er seine Lider zu öffnen und durch den Schleier der Tränen, die augenblicklich aus seinen Augen schossen, sah er einen Mann im Arztkittel und Mundschutz ruhig auf ihn zu schreiten. Hinter dem bedrohlich ruhigen Mann zeigte die große Turmuhr exakt Mitternacht und genau in diesem Moment wurde Arthur schwarz vor Augen.

Montag, 4. September 2006

Riot of the Flesh - Kapitel V

"Arthur?", fragte eine junge Frau sichtlich nervös. Langsam wich die Dunkelheit aus Daves Kopf und er konnte sich dazu überwinden zögernd seine Augen zu öffnen. Was war geschehen?
"Arthur!", stiess Jessica erleichtert aus, "wie fühlst du dich?"
Unfähig richtig zu sprechen oder überhaupt klar zu denken öffnete Dave den Mund, aber hielt schon vor dem ersten Artikulationsversuch inne. Als er seinen Körper wieder spüren konnte erreichten sein Gehirn diverse Schmerzimpulse aus allen Teilen seines Körpers. Verkrampft verzog er das Gesicht, fasste mit der linken Hand an seinen Nasenrücken und kniff die Augen zusammen. Nach einem erneuten versuch erkannte er verschwommen eine Frau. Seine Frau? Ja, das war ganz sicher seine wunderschöne Frau.
"Jessica? Was ist passiert", fragte Arthur mit schwacher Stimme.
"Ich weis nicht, du bist einfach umgekippt.."
"Bitte, etwas Wasser", sagte Arthur und setzte sich schwerfällig auf. Irgendwas stimmte hier nicht, dachte er und sah sich in seinem Schlafzimmer um. Doch alles war an seinem Platz. Sein Hometrainer stand in der Ecke, er spürte das große, samtbezogene Bett unter sich und als er zur Decke starrte, erkannte er die Designerlampe die ihm seine Frau zum Geburtstag geschenkt hatte. Wie lange war er bewusstlos gewesen? Verwirrt starrte Arthur auf seine Armbanduhr und sah wie die Digitalanzeige auf 23:24 umschaltete.

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SirDregan aka Benillo
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wohnhaft in Bayreuth
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