Darkness

Dienstag, 24. Juni 2008

Take a deep breath. Repeat.

Ja manchmal. Manchmal bleibe ich früh am Morgen einfach liegen.
Und manchmal sollte ich besser liegen bleiben. Schwer liegen bleibt jedoch nur die Nacht in meinem Kopf. Wie Bodensatz in der Gehirnsuppe. Da hilft nur warten bis die Gedanken ausgetrocknet sind und der Dreck von ganz alleine abbröckelt.
Tief einatmen.
Kommt die Luft eigentlich in mir an? Spüren kann ich sie jedenfalls nicht, aber ich vergesse glücklicherweise auch nicht zu atmen. Automation ist etwas Konsistentes, sie lässt einen funktionieren selbst wenn man eigentlich nicht mehr ganz rund läuft. Auch so ein merkwürdiger Begriff. Als ob es einen irgendwie vorwärts bringen würde wenn man dauernd im Kreis läuft. Redewendungsironie.
Tief einatmen.
Und umdrehn. Weitergehn. Zurückschauen hilft nicht viel im Nebel des Alltags. Da verliert man schon gerne mal die Orientierung, wenn alle Richtungen doch irgendwie gleich aussehen. Nicht vergessen regelmäßig Ankerpunkte zu setzen, sonst glaubt man am Sterbebett noch das Leben wäre viel zu kurz gewesen. Wenns denn soweit kommt. Stattdessen lieber
Tief einatmen.
die Augen zu und "durch". Was gar nicht so leicht ist wenn sich weit und breit wie lang kein Widerstand findet. Nur Hummeln und Novakatzen, Glasfasertiere und Zoras, Spanierinnen und die zarte, blühende Pflanze. Schwirren herum auf dem Parkett.
Bretter die meine Welt bedeuten. Doch das
Tief einatmen.
hilft dem Puppenspieler auch nicht. Ich frage mich was der Strippenzieher drüber denkt der den Puppenspieler unter ihm lenkt, verrenkt und seine Welt erschafft. Vermutlich ist er mit seinen Gedanken ganz woanders. Würde sich lieber hinlegen und der einzige Gedanke während er ruhelos einschläft ist und bleibt immer noch:
Tief einatmen.
Repeat.

Samstag, 23. Februar 2008

Klebt fest

Du bist nur noch ein Abziehbild für mich. Ein kleiner Restschimmer deiner Selbst dient nur noch als Fassade, legt sich wie Schaumgummi um deinen Kern um einladend auszusehen. Süß und verlockend.
"Beiss dir die Zähne an mir aus!" schreist du aus dir heraus doch die Nachricht kommt nie draussen an, sondern verfängt sich in den klebrigen Strukturen deiner Hülle.
Du bist nur noch ein Abziehbild für mich. Jeden Morgen schreie ich dir das stumm ins Gesicht, mit aller Kraft die ich noch habe.
"Du bist nur noch ein Abziehbild für mich!" schreie ich dir ins Gesicht wenn du in den Spiegel schaust, mir direkt in die Augen starrst und für einen Moment verharrst um zu lauschen. Doch meine Nachricht, die kommt nie bei dir an.

Freitag, 18. Mai 2007

Another misery within

Sitzend, starrend wartend. Doch auf was?

My lips move but they won't make a sound

Ich konnte, wollte, sollte nichts sagen.
Und doch war ich verletzend, liess Worte wie Salzsäure zwischen meinen Lippen hervorquellen. Und ich kann nicht mal mit Sicherheit sagen ob ich das nicht doch so wollte. Ob ich nicht tief aus mir herausschreien wollte was ich in diesem Moment empfinde. Das ich mir nur dumm, albern und nutzlos vorkomme. Ich, der lästige Begleiter. Doch irgendwie liebgewonnen, aber von oben herab betrachtet und vor allen Dingen nicht ernst genommen. Denn was kann ich schon tun, right? Scheinbar nichts. Dabei spielt es scheinbar keine Rolle, ob Ratschläge nur nicht angenommen werden, wenn sie von mir kommen. Die Selbstgefälligkeit tropfte aus allen meinen Poren und erzeugte nur ein dummes, besserwisserisches Gesicht das niemanden weiterbringt. Und noch nicht einmal Genugtuung verschafft.

Caught in the corners of my mind, beginning over one more time

Doch dann wusste ich, tief in mir wusste ich, dass es nicht richtig und einfach nicht wahr ist, wie ich im Moment fühle. Und das die Verletzungen die ich spüre nur Illusionen sind, weil ich mir von der Welt mehr und vor allem andere Dinge erwarte, als sie mir zu bieten hat. Es hat mich sehr viel, unendlich viel Überwindung gekostet zu verschwinden, zu flüchten. Aus... Angst. Nicht vor ihr. Nicht vor der Situation.
Sondern vor mir.

Taking me over, taking all that's mine. One more time

Wieder bin ich das unantastbare Chamäleon. Und diesmal war es kurz davor zu vergessen was seine ursprüngliche Form eigentlich gewesen war. Und wohin es will, was es will. Von Zeit zu Zeit kommt es sich so deplaziert und kühl vor. Distanziert von sich selbst und der Welt, in der es immer noch keinen Platz gefunden hat.
Und dann muss es weg, weit weg um zu warten.
Darauf zu warten das zufriedene Lächeln von Donnie Darko aufsetzen zu können. Wenn es endlich begriffen hat.
Und loslassen kann.

I'm just waiting for time to erase
and the world to change
I’ll just wait for my heart to break
and arise from ash, reborn

Mittwoch, 25. April 2007

Dunkle Mächte

Da ich unglaublich oft böse, böse Metallmusik höre, war es nur eine Frage der Zeit bis Satan persönlich sich bei mir melden würde. Doch bot er mir keinen dubiosen Handel an, versprach mir nicht das Schwarze aus der Hölle um im Gegenzug in den Besitz meiner Seele zu gelanden. Nein, good old Beelzebub bot mir seine Hilfe ganz umsonst an. Ich sei ein guter böser Aussendienstler, hätte schon viele unschuldige Mädchen Menschen auf die dunkle Seite gebracht, meint er. Netter Typ eigentlich. Gut, der Schwefelgeruch der ihm aus dem Mund strömt brennt um einiges penetranter in den Augen als die verrottenden Überreste alten Kohls in den Mundwinkeln meiner ehemaligen Sozi-Lehrerin. Auch finde ich den weissen Anzug etwas unpassend für einen Mann in... ähm... seiner Position. Aber hey, selbst wenn er so unglaublich symphatisch lächelt - man sagt dem Teufel nicht so ins Gesicht das er stinkt, der kann ja sicher auch ganz anders!
Anyway! Was er mir offenbarte war Ruhm und Macht in Form eines ultimativen Geschäftsmodells. Wie ihr an meinem Design sicher schon erkannt habt, steht diese Seite jetzt unter dem Einfluss einer dunklen Macht in Gestalt der RAS GmbH.
Diese wirklich aussergewöhnliche Firma möchte ich euch bei dieser Gelegenheit gleich einmal kurz vorstellen:

Die RAS GmbH (kurz für Rent-a-Soul GmbH) hat es sich zur Aufgabe gemacht, all den Menschen, die ihr Seelenheil bereits verspielt haben eine neue Chance zu geben. Zu extrem günstigen Konditionen können Seelen gemietet oder - wenn zum Beispiel gerade mal wieder kein Geld für Korn da ist - auch die eigene Seele temporär vermietet werden. Auch seelenlosen Verlieren wird somit eine Chance gegeben, wenigstens für einen begrenzten Zeitraum (je nach Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten) ein angesehenes Mitglied dieser Gesellschaft zu werden. Die RAS geht somit einen weiteren Schritt in eine bessere Zukunft, in der wirklich ALLES für Geld gekauft werden kann.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Dies ist der 666ste Blogeintrag, am 666sten Tag um 6:66 Uhr (7:06 Uhr, du Schnellmerker!)

Freitag, 2. Februar 2007

Gib ab oder gib auf

Eine einzelne Träne rollt unsichtbar über mein Gesicht. Ich versinke im Selbstmitleid und obwohl ich das nicht will scheint es so, als könne ich absolut nichts dagegen tun. Machtlos, als Spielball fühle ich mich hin und hergeworfen, ohne Ziel, ohne Sinn. Immer im Kreis herum, zu einigen alten Mustern zurückkehrend und emotional von Tag zu Tag ein bisschen verschlossener. Und wo zum Teufel finde ich jetzt Frieden? Mein Grund und Boden ist weg, einfach ausradiert. Und statt mich zum Festland durchzukämpfen oder wenigstens - wie sonst immer - mich krampfhaft und armselig an einem abknickenden Strohhalm festzuhalten schwebe ich einfach und starre auf die gigantische Leere unter mir. Wo soll das nur hinführen?
Erstmal ne Aspirin...

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Übermannt

Mittlerweile kämpfe ich nicht mehr mit meinem Dämon auf dem Schlachtfeld, sondern wir ringen nur noch um einige Zentimeter oder Meter in seinem Domizil. Ich habe das leider nur noch leicht unheimliche Gefühl, meine Seele gegen ein kleines bisschen Fröhlichkeit verkauft zu haben. Wie offensichtlich es ist, das ich arrogant, selbstverliebt und boshaft geworden bin, ist mir schon seit einiger Zeit klar. Aber scheinbar interessiert es mich nicht wirklich, denn ich weigere mich konsequent auch nur ansatzweise dagegen anzukämpfen. "Wozu auch der Welt geben, was man nicht im Geringsten von ihr als Gegenleistung erwarten kann?", flüstert er mir verschwörerisch zu.
Karma is dead and god doesn't give a fuck

Montag, 18. Dezember 2006

Ein kaltes Herz frisst alles gierig

Going Yang
"Going Yang"

Montag, 9. Oktober 2006

Grundrauschen

Bevor ich sie richtig verletzen konnte, habe ich sie verlassen.
Man sagt immer, es wäre einfacher eine Beziehung selbst zu beenden. Aber das stimmt nicht. Es ist nur... anders. Doch trotzdem fühlt man sich genauso ernüchtert und leer, ins arschkalte Wasser geworfen und mit einem Mal hört man wieder nur noch das gewohnte, monotone Grundrauschen des Lebens.
Vielleicht wäre es wirklich einfacher gewesen, wenn ich sie nicht lieben würde. Aber das sind sicher nur die typischen Gedanken die ich habe, wenn ich mir wünsche, dass das Leben endlich mal die Schnauze halten und sich in eine Ecke verkriechen sollte, um mich hier mal machen zu lassen. Ausflüchte, wie immer. Schwer, davon loszukommen. Noch unglaublich schwerer aber, einen geliebten Menschen gehen zu lassen.

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Gerade eben

habe ich für einen winzigen Moment
den Bezug zur Realität verloren.
Und dabei fast auch noch meinen Verstand.
nuf said

Freitag, 29. September 2006

Falling Away From Me

Der Sprung in der Beziehung, der langgezogene Risse durch unser Leben sprengt, wirft mich zurück in der Zeit. Der Pegel steigt, sprengt alle Skalen der Realität und aktiviert so eine Art Schutzmechanismus. Die Kälte in mir erwacht zum Leben, abermals. Und es fühlt sich an als lenkt mich ein Jahrhunderte altes Lebewesen, ist calm, aber nur scheinbar peaceful. Doch er schreit nicht, denn er weis, dass er das nicht muss. Nicht jetzt, nicht wenn ich vulnerable bin. He takes control über mich. Und i let him.
The dark thoughts seem so clear now, there's almost no more haze around them. I don't want to curse them, just want to get over it without facing them. Seems like i get used to it and that's what i am afraid of.

"Nothin' seems to faze.
You're the children of the Korn, children of the Korn."

And i'm still a child of the Korn.

Dreggsblogg

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