Chroniken aus Gschwandria

Donnerstag, 11. Mai 2006

Chroniken aus Gschwandria

Nachtkapitel
Schicht im Schacht

Eine Dekade neigte sich dem Ende entgegen und Badjoke und seine Mannen konnten bisher nur geringfügige Erfolge gegen die Ritter der Inkompetenz vorweisen. Doch mühsahm ernährt sich das Ipodhörnchen. Da nun auch noch Fürst Dietje dem Gefolge des Königs - Zumindest in der Zeit seines Burgbaus - abhanden gekommen war, ersannen Benillo, der griechische Feta und der König höchsteigen einen neuen, geheimen Plan...

Es war am frühen Morgen, Benillo und Melin Pablus waren schon in voller Kampfmontur damit beschäftigt die Spam-Dosen zu sortieren, als Badjoke die Festung betrat. In den vergangenen Wochen war es den Itagoern gelungen, Chrys Sieglumbus zu bekehren, so dass er nunmehr nicht mehr nur die Fenster der Feste putzte, sondern auch die Hof-Pinguine fütterte. Melin Pablus war gerade dabei, neue Zaubersprüche auszuprobieren, nur wie immer schlug seine Rechtschreibschwäche erbarmungslos zu. "Hokus Pokus Spamus sorBierus"... Es tat einen riesen Schlag. Badjoke freute sich, denn vor ihm stand plötzlich ein Glas voll frischen Gerstensaftes. Benillo dagegen wand sich an Melin: "Sortierus! Sortierus! Melin, wann wirst Du es endlich lernen?"

Und so entschlossen sie sich schliesslich, ihre geheime Mission ohne Melin durchzuführen. Der Grieche Feta war den ganzen Tag in seinem Pferdegespann unterwegs, um die Taktik des Abends vorzubereiten. Er besorgte allerlei seltsames Gerät und kam von seiner Reise zurück mit einem Träger voll Gerstensaft und einer seltsamen Speise aus einem östlichen Land. Es waren eine Art Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch und leider auch Salat.
Gut gestärkt machten sich der König und seine Mannen an die Arbeit. Sie zogen des Nachts in den Kerker des Schlosses, dort wo frühmorgens meist der Unaussprechliche hauste und grauste. Bewaffnet mit LANgen Kabeln und anderen Werkzeugen, fest entschlossen, die bösen Geister des Unaussprechlichen endgültig auszutreiben, begannen sie ihre heldenhafte Mission gegen die Stumpfsinnigkeit und viel zu engen Familienbanden.


Hier ein Bild vom König und seinen Mannen (von links nach rechts: Feta, Badjoke, Benillo) Wie man sehr schön leider nicht so deutlich sieht, hat der König nicht mehr alle Zacken in der Krone, Feta feiert fiese Feste und Benillo zeigt auf den König. Mit dem Finger. Toll, nech?

Nach zwei Stunden und des Königs 4 Gerstensäften war es geschafft: Die Ausgeburten der Hölle gaben auf und verliesen die Katakomben auf Nimmerwiedersehen. Sodann gingen Badjoke, Benillo und der Grieche Feta sofort daran, die Unordnung dieser Geister zu beseitigen. Sie stellten fest, dass der Unaussprechliche schlimmer gewüstet hatte, als sie sich jemals zu denken wagten. Er hatte Strippen gezogen, um die Itagoer zu vernichten, hatte Waffen gebaut, die er den Itagoern verkaufen wollte, die aber allesamt fehlerhaft waren. All das schien Teil eines Vernichtungsplanes der Ritter der Inkompetenz zu sein.

Badjoke, Benillo und der Grieche Feta jedoch hatten das unmögliche Vollbracht: Sie haben die Geister ausgetrieben, das Chaos beseitigt und so Itagor einige weitere Wochen Aufschub im aussichtslosen Kampf gegen Cholerikus und die Ritter der Inkompetenz gewährt.
Lang lebe der König!

Donnerstag, 4. Mai 2006

Chroniken aus Gschwandria

Kapitel IX
Kommunikationsdesaster


Man sah König Badjoke an, dass er die ganze Nacht über bei Gerstensaft und arabischen Feuerstäbchen Schlachtpläne geschmiedet hatte. Die Besorgnis zeichnete sich überdeutlich in seinem Gesicht ab. Bernard, der Franke aus Polz, hatte die Reihen der ITagoer verlassen, um sich einem Führer aus dem fernen Osten anzuschließen. Dieser hatte ihm versprochen, seine Produktion herrlichen Petroliums perfektionieren zu können.
Doch das war nicht das einzige Problem, mit dem die ITagoer zu kämpfen hatten. Seit einiger Zeit war das Kommunikationssystem der Streitkräfte des ganzen Landes von kaputten Trommeln zu verstimmten Trompeten geändert worden. Schiefe Töne rauspustend standen die Mannen im ganzen Land verwirrt auf dem Feld und versuchten, ihrem Gegenüber in T-Moll verständlich zu machen, was sie von ihnen wollten. Eigentlich sollte so etwas ganz reibungslos ablaufen, doch der schon etwas greise Lord H-Milch machte ihnen mit seinem revolutionären Trompetenluftverteilsystem einen Strich durch die teure Rechnung. Der Fürst der Finsternis tobte vor Wut und erkannte langsam aber sicher, das ihnen der fahrender Händler nicht etwa einen Bären, sondern einen ganzen Zoo aufgebunden hatte und nun sicherlich zu Hause fies grinsend und selbstzufrieden auf den unzähligen Goldmünzen sass.

Angesichts dieses seltsamen Treibens erwägte auch Benillo, der müde Kampfzwerg, sich eine andere Festung zu suchen. So ergab es sich an diesem Morgen, dass er Badjoke von seinen Plänen berichtete.
Badjoke bewahrte Ruhe, obwohl er innerlich bereits resignierte. Doch er raffte sich schlussendlich auf. Er warb mit aller Kraft weitere Krieger an. Der herausragendste von Ihnen war der griechische Krieger Feta. Bullig wie ein Bär, langhaarig und sehr beflissen in seiner Arbeit, versuchten Badjoke und Feta dem bösen Lord H-Milch und seiner entsetzlichen Arbeit den Garaus zu machen.

So begann ein erbitterter Krieg zwischen den drei Fronten: Die Spezialtruppen der ITagoer, angeführt von FETA unter der Flagge ihres Königs, die fiesen Abzockerhändler unter der Führung von H-Milch und natürlich die Ritter der Inkompetenz, die wie immer gegen alles und jeden wetterten. Krieg zog ins Land und an allen Fronten brannte der Himmel.

Obwohl es trostlos aussah und die Asche der immerwährenden Kämpfe überall in der Luft flimmerte, war Benillo sehr zuversichtlich, dass sein Plan, dieses Land zu verlassen bald fruchten würde. So begann ein bangen und warten für den müden Zwerg, der schon viel zu lange auf diesen Feldern gekämpft hatte. Er sehnte sich nach einem ruhigen Landstrich, in dem er fürstlich und doch hart arbeitend den Rest seines Lebens in Frieden verbringen konnte.

Ob das funktioniert erfahren wir im letzten Teil der Reihe....

Dienstag, 15. November 2005

Chroniken aus Gschwandria

Kapitel VIII
Lichtmaschinen-Dilemma
"Solche Torheiten werde ich nicht dulden!" schmetterte der Fürst der Finsternis, als seine Adjutanten den Vorschlag machten, den fürstlichen Soldaten einen oder zwei Tage im Monat frei zu geben. "Wollt ihr als nächstes auch noch dafür sorgen, dass meine Untertanen kein Geld mehr zahlen müssen für die Beherbergung untertags in meinen Betrieben?". Die Unterdrückten zuckten erschrocken zusammen als seine tiefe Bassstimme durch die Gemäuer krachte. "Kümmert euch lieber um diese unloyalen Verräter!"
König BadJoke und seinen Mannen war bewusst das die nächste Angriffswelle des finsteren Fürsten eine Menge Arbeit für sie bedeutete. Badjoke hatte noch schwer zu kauen. Der letzte Sieg über Fürst Cholerikus hatte tiefe Wunden hinterlassen und langsam begannen seine Gefolgsleute, sich gegen ihn aufzulehnen. So protestierte Benillo gegen die gut tausend Büchsen der Marke "SPAM" die nach Haltbarkeit und Geschmacksrichtung sortiert werden sollten und der Ketzer Chrys versuchte den König dauernd zu überzeugen, ihm mehr Zeit zur Verfügung zu stellen. Aber auch äußere Völker bedrängten Badjokes Thron. Eine kleine, schwarzhaarige Sabinerin wollte von Badjoke eine Lichtmaschine als Ersatz für vorher gegangene Gefälligkeiten. Hier nun merkten alle deutlich, dass Fückerius VI nicht mehr bei den Itagoern war. Unter Fückerius hätte es nie passieren können, dass alle Lichtmaschinen gleichzeitig ausgefallen waren. Was sollten die ITagoer tun? Das Chaos fing an überhand zu nehmen und selbst der langsam senil gewordene Fürst schien nicht davor gefeit zu sein. Badjoke und seine Mannen sahen kein Licht mehr in der Dunkelheit. Da aber offenbarte Benillo dem König einen genialen Plan. Sie tuschelten einen ganzen Abend lang...

Worüber, das erfahren wir das nächste Mal.
Klingt komisch, ist aber so.

Mittwoch, 24. August 2005

Chroniken aus Gschwandria, dem Land der Butterfliegen

Kapitel VII
Zu Gast beim Fest der Greise
Und es begab sich das der Fürst der Finsternis ein rauschendes Fest veranstaltete. Er lies es kundgeben, lies es aushängen und lies es von den Burgzinnen schreien auf das die ganze Welt es höre und viele BürgerInnen seinem Rufe folgten. Doch es schien das keiner Interesse an des Fürsten Fest hatte. Selbst Naya, die Tochter des Fürsten, liess mal wieder auf sich warten. So wurde der Fürst stinkig, die ITAgoer lachten sich heimlich ins Fäustchen und verteilten lustige kleine Pappnasen ans Gefolge des Fürsten, auf dass man sie in Zukunft gleich erkenne. Der Cholerafürst zwang sie zum Fest zu gehen und fröhlich zu lächeln um den Schein zu wahren. So schien die nächste Wahl gerettet, denn die Pappnasen zogen alle Willenskraft aus ihren Wirtskörpern und machten sie zu verschüchterten, loyalen Gefolgsleuten.
Badjoke und seine getreuen Mannen konnten nicht ahnen, was sie an diesem Fest alles erwarten würde. So zogen Sie frohen Mutes durch die festliche Strasse voller fröhlicher Musiker. Rechts und links des Weges spielten immer wieder begnadete Künstler neue Weisen auf. Dennus Longus, von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt, schnappte sich die Klampfe eines Künstlers und gab ein Lied zum Besten. Er sang in seiner Heimatsprache, ein unverständlicher Slang, und besang etwas wie Aschebesche, Hesche, Verbresche, Äbbelwoi - unverständliches Gebrabbel eben. Alle Künstler der Straße liefen auf ihn zu und warfen ihr Geld vor seine Füsse. "Bitte Herr! Nehmt unser Geld aber hört auf mit eurem Kauderwelsch!"
In der Musikerstraße wurden sie von dem dubiosen "Amadeus" angesprochen, der Sie mit einer List zum Bach lockte um ihnen dort ein neues Modell von "Mozart" vorzustellen. "Määrz...Moraaz" stammelt Malin. "Mozart du Anal-phabet!" rief Dennus und fing sich eine königliche Kopfnuss für dieses Wortspiel ein. Der Versuch die Kriegsmaschine zum laufen zu bringen rieb die Mannen stark auf, der Überraschungsmoment war deutlich auf Amadeus Seite. Das knarzende Kriegsmodell brauchte Wartung und Pflege, es mussten neue Teile angeschraubt und verschweist werden und wenn eine Seite fertigrepariert war, brach die gegenüberliegende Seite wieder in sich zusammen. Fückerius erlag schliesslich seinen Qualen beim schrauben und schnauben und Sanya die Hofdame fiel dem Wahnsinn und Placebodepressionen zum Opfer. Benillo und seine Kameraden mussten nun doppelt und dreifach so stark marschieren um die fehlenden Krieger auszugleichen. Von allen Ecken und Enden schlägt mittlerweile die Inkompotenz, Planlosigkeit und teilweise sogar pure Dummheit auf unsere Krieger ein. Werden sie den Tag überstehen? Schaffen sie es sich gegen die Ritter und den Höllenfürsten erfolgreich zu wehren? Und wird Badjoke es schaffen, dem Fürsten der Finsternis wieder ein Schnippchen zu schlagen, ihm ins Süppchen zu spucken obwohl seine Flittchen schlucken?
Wir werden es erfahren! In der Chronik Teil VIII, auf der Suche nach Elma's "R"!

Montag, 15. August 2005

Chroniken aus Gschwandria, dem Land der Butterfliegen, Zwischenkapitel

Völlig neben der Spur und mit Resten von Fleischbällchen zwischen den Zähnen erwachte die Sonne und traute ihren Augen nicht: Es sollte doch endlich zum Showdown kommen: König Badjoke hatte seine Mannen um sich versammelt, gut 6000 an der Zahl, und gab auf seinem Hügel letzte Anweisungen seiner rastlosen Taktik. Von Norden marschierte ein zusammengewürfelter Rebellenhaufen aus Fürst Dietjé, Nicodemus, der inzwischen zu eigenem Ruhm und eigener Burg gekommen war, Eduardo Edmundo aus dem wunderlichen Süden, Pissoir der Pfälzer und schließlich Benillo, der abtrünnige Opportunist der sieben Berge. Sie alle hatte ein Heer von etwa 7000 Mann auf die Beine gestellt, wenn auch die Bogenschützen ihre Laptops vergessen hatten. Kurz bevor diese Machtstreit über den nördlichen Hügel in Sicht kam, ritt König Badjoke nocheinmal seine Reihen ab. In der Mitte hatte er seine Housecarls versammelt, die schwere neue Kettenhemden gestrickt bekommen hatten. Er ließ sein Pferd aufsteigen, und die Sonne gab sich alle Mühe, ihn in vollem Glanze dieses magischen Momentes aufscheinen zu lassen, was die Seinigen mit Kampfesmut erfüllte. Noch gab er das Zeichen zum Angriff jedoch nicht, da man auf dem Hügel im Vorteil war - die anderen mussten dann bergan kämpfen.

Das wusste jedoch auch der Haufen von Fürst Dietjé. Sie verharrten in angenehm lässiger Unordnung auf ihrem Hügel, um ihrerseits die Meute herankommen zu lassen. Keiner rührte sich, nur die Sonne feilte sich etwas kosmischen Dreck unter den Fingernägeln hervor. Benillos schwules Streitross schnaubte unruhig, denn es hatte sich diese Schlacht immer gewünscht.

So vergingen einige Stunden.

(KleinesF)

Freitag, 12. August 2005

Chroniken aus Gschwandria, dem Land der Butterfliegen

Kapitel VI
Die Tage gingen ins Land und die Ritter der Inkontinenz... äääh... Inkompetenz erdachten eine neue Kampftaktik, um die armen Itagoer aufzureiben. Sie nannten die neue Taktik "Mozart".

Noch nichts ahnend zogen König Badjoke und seine Krieger durch das Land. Am Straßenrand trafen Sie einen Bettler der sich Eduard nannte und scheinbar sehr in Nöten war. Badjoke warf ihm einen Taler in seinen Hut und Eduard überreichte jedem von Ihnen einen geheimnisvoll anmutenden Brief.

Sie zogen verwundert weiter und kehrten in einer kleinen Gaststätte mit dem schwungvollen Namen "Zum fröhlichen Buchhalter" ein. Der Wirt, ein grauhaariger Mann Namens Lusak Kleskius, rannte sofort schnellen Schrittes auf sie zu um Ihnen Ihre Plätze zuzuweisen. Am Tisch neben Ihnen saßen zwei seltsame Gestalten. Ein langhaariger Bombenleger und ein rothaariger Magier. König Badjoke begann ein Gespräch und erfuhr, dass Ihre Namen "Pannikus der furchterregende", ein weithin bekannter Flash-Krieger, und "Jo, Mann von der Au" waren. Kurzerhand bat er sie zu seinen Kriegern an den Tisch und sie verstanden sich prächtig. So vertilgten sie genüßlich eine große Portion süßer Kugeln aus Marzipan mit Pistazien und Schokolade und machten sich frisch gestärkt und kampfstärker den je auf den weiteren WEg.

Schon nach wenigen Stunden, in einer kargen und öden Landschaft eines tristen Tals zwischen zwei schroffen Bergzügen, trafen König Badjoke und seine Mannen wieder auf die Ritter der Inkompetenz. Nicodemus, genannt "Der Pinguin" beobachtete sie aufmerksam von einem erhöhten Felsen und berichtete an König Badjoke. "Sie haben ein seltsam anmutendes Gefährt dabei! Es sieht sehr alt aus, aber scheinbar haben sie es farbig angestrichen! Es sieht aus wie ein Geschütz!"

Badjoke befahl seinen Männern, sich in einer Schildkrötenform anzuordnen und sie liefen los über die Lichtung. Die Ritter der Inkompetenz schrien: "Die Itagoer! Ladet das Mozart-Geschütz!" Und sie füllten es mit Massen an Scherben und Nägeln und entzündeten es. Es tat einen riesigen, lauten Knall. Dennus verliess die Formation und verkroch sich unter einem Stein "Der Fürst der Finsternis! Der Fürst der Finsternis! Cholerikus wird uns alle vernichten!".

Bêrnard überlegte kurz und handelte dann ganz bedacht. Er trat hinter Dennus und trat ihm mit Anlauf in den Hintern: "Benimm Dich! Cholerikus ist gar nicht da, komm runter!" Badjoke rief seine Männer wieder zusammen und wies sie an in seiner Kampftaktik. Benillo, der kleine Kampfzwerg, sollte sich hinter die feindlichen Linien schlagen und die Ritter der Inkompetenz von hinten ablenken während die restlichen Männer auf einen intellektuell überlegenen Frontalangriff setzten. Gesagt, getan: Benillo tat sein Bestes. Hinter den feindlichen Linien angekommen rauchte er kurz eine Tüte Elbenkraut und sprang dann auf. Die Zunge weit aus dem Mund gestreckt rief er: "Organisation ist eine Lüge! Seht mich an, ich bin der Querulant, euer Dorn im eiternden Auge!". Die Ritter der Inkompetenz waren ausser sich und versuchten Benillo zu fangen, doch er wich ihnen immer wieder gekonnt aus. Badjoke und seine Mannen fielen von der Frontlinie ein. Malin Peblus diktierte einen Zauberspruch um die Ritter der Inkompetenz noch dümmer zu machen. Leider verlas er sich auch diesmal und so wurden sie nicht dumm, sondern krumm. Das brachte Bêrnard und Nicodemus auf den Plan, die sich mit voller Gewalt auf die Ritter der Inkompetenz stürzten. Es dauerte nicht lange und mussten sich geschlagen geben und verliessen krumm und immer noch dumm das Schlachtfeld.

Badjoke und seine Mannen brachen in schallendes Gelächter aus ob des peinlich anmutenden Anblicks. Fückerius IV. packte ein Fäßchen des besten Gerstensaftes aus den er je gebraut hatte und alle feierten bis spät in die Nacht.

Dienstag, 26. Juli 2005

Chroniken aus Gschwandria, dem Land der Butterfliegen

Kapitel V
"Frischfleisch!" schrie Benillo und die ausgezehrte Gefolgschaft des Königs stürzte sich auf eine Herde junger Rehe, die zögerlich und glotzend das Land betreten hatte. "Frische Rehbrust - Es gibt nichts besseres!" schmatzte Benillo und biss zu. "Die Hüfte ist aber auch nicht zu verachten!" meinte Nicodemus. Und Malin Peblus wandte ein: "Diese Rehe hatten zwar einen süßen Blick, aber die Befriedigung unseres Hungers war wichtiger!"

Nachdem sie sich für ihre weitere Reise gestärkt haben holte König Badjoke aus zu einer seiner so geschätzten Erklärungen über den Sinn des Lebens und den Kampf gegen die Ritter der Inkompetenz: "Die Ritter haben nicht die alleinige Befehlsgewalt, sie könnten sie ja auch niemals nutzen! Nein, auch sie haben Herren die über ihnen stehen und sie verwalten. Wir reden hier von niemand geringeren als der "Gilde der Fehlentscheidungen". Der einzige Grund warum die stumpfsinnige Übermacht uns noch nicht überrollt hat ist, dass sie niemals einer Meinung sind und keine klaren Entscheidungen treffen können." Die Gefährten sahen einander gequält-verständnisvoll an und nickten. "So erzählt man sich zum Beispiel" fuhr Badjoke fort "dass sie in einer Schlacht ihre Soldaten aufrieben weil einer der Führer der Gilde "links" und ein anderer "rechts" schrie. Bei diesem Massaker kamen alle Streitkräfte ums Leben. Die Gilde der Fehlentscheidungen konnte sich nur retten, indem Sie in Rekordgeschwindigkeit hunderte Leute aus den östlichen Gefilden rekrutierten". "Es scheint mir ein Kampf gegen Windmühlen" sprach Benillo "so können wir sie ja nie besiegen wenn wir nicht ihnen oder gar dem Fürsten der Finsternis persönlich den Kopf abschlagen!". Plötzlich herrschte eine bedrückende Stille. Dennus verkroch sich jaulend unter einen Stein, hielt sich die Ohren zu und fieng an laut sein Mantra zu singen. "Aotearoa" schallte es durch den Wald "AotearoaAotearoaAotearoa". "Benillo!" rief Bajoke und schlug ihm auf den Hinterkopf "du weist doch genau das du nicht vor Dennus vom Fürsten der Finsternis reden sollst! Er hat immer noch ein Trauma von dem Biss von letzter Woche!". In einem cholerischen Anfall stob der Fürst schnaubend durchs Land und leider stand Dennus Longus gerade im Weg und musste ein paar Finger und einen Teil seiner Kopfhaut bei seiner panischen Flucht opfern. "Malin Peblus - Sprich einen Zauberspruch und befreie ihn von seinen Lenden.. äh Leiden!" befahl Badjoke mit einem freudschen Versprecher. Und Malin nahm sein Zauberbuch und begann einen Spruch zu zitieren: "Guuusfraabaaa - Guuusfraabaaa" Daraufhin begann Dennus Longus wie ein wilder durch den Wald zu hüpfen und zu singen wie eine zugedröhnte Waldelfe am Morgen nach der Walpurgisnacht. Er begann Blätter zu sammeln und rollte sie zu seltsamen konischen Formen. "Coooool" murmelte Bernârd und beobachte ihn grinsend. "Malin! Nicht schon wieder! Wie oft soll ich Dir noch sagen, dass Du richtig lesen musst?" rief Badjoke. Er riss ihm das Zauberbuch genervt aus den Händen und las selbst: "Kosvraba - Kosvraba" woraufhin Dennus wieder zu sich kam und die Gefährten ihren Weg zum "zum Runden Fisch", der Stammschenke der GF fortsetzen konnten.

Freitag, 8. Juli 2005

Chroniken aus Gschwandria, dem Land der Butterfliegen

Kapitel IV

Nachdem es den treuen Mannen um Badjoke nicht gelungen war, den Toursianern das Heil zu bringen, ersannen sie sich eines besseren und zogen weiter auf der Suche nach Völkern, die nach der Herrschafft ITagoers lechzten.
Der Angriff nach vorne erschien dem greisen... äh weisen König eine angemessene Antwort auf die Kriegserklärung der Ritter der Inkompetenz. So marschierten die Krieger durch den Wald der Treppen und diskutierten zum zeitvertreib über ihre Weisheit, Waffen und Potenz. Ein heftiger Streit entbrannte zwischen dem Ketzer Chrys und dem Wahrsagerpinguin Nikodemus, der damit endete das der Pinguin den unverschämten Fensternarren unter lautem Gelächter der Anderen mit seinem Kriegsdiskus "Knoppix" verprügelte. Doch noch bevor die tapferen Gefolgsleute Chrys für seine Ketzereien auf dem Scheiterhaufen aus Fensterprodukten verbrennen konnten, nahmen sie einen lauten, irren Schrei wahr. "Alles scheisse! Ich bin Gott!" vernahmen sie plötzlich aus nördlicher Richtung. Zwischen den großen Bäumen erschien ein langer, dünner Arm mit einem wild fuchtelnden, erhobenen Mittelfinger.

"Haltet ein! Wer seid ihr, dass ihr solche ketzerische Reden von euch gebt?" schrie Bêrnard.
"Nennt mich Gott Tobsuchtus! Euer Schmaler Verstand versteht nicht meinen Berg von Weisheit!"
"Mir dünkt, sein Verstand ist noch schmaler denn seine Statur!" frotzelte Nicodemus und Dennus Longus verglich ihn mit einem "Pangalaktischen Donnergurgler im Reagenzglas" wobei - wie eigentlich immer - keiner verstand, was Dennus eigentlich genau meinte.
Man sah König Badjoke förmlich an, dass sein Haar angesichts dieser seltsamen Erscheinung ergraute.
"Sagt guter Mann oder "Gott" - wie nur ihr selbst euch nennt - was verärgert euch so?"
"Ich sah eure pseudo-technischen Errungenschaften in Toursian und eure jämmerliche Feste ITagor. Alles was ihr tut ist erbärmlich! Doch ich werde euch zeigen, was ein mächtiger Gott wie ich alles vermag!" Er zog ein kleines Gerät aus seinem Beutel, erhob es in die Luft und schrie: "Macht des Mondes! Purus Basicus!" und ähnlich unverständliches Gebrabbel.
Er verbreiterte sich, wuchs zu einem riesigen Ungeheuer mit fünf Armen heran. In einem Arm hielt er eine Flasche mit einer sonderbar prickelnden, schwarzen Flüssigkeit, in einem anderen gerollten Feldtabak und in den letzten beiden das kleine Gerät. Der erste Arm war anscheinend nur dazu da um permanent mit seinem Mittelfinger zu provozieren.

Badjoke und seine Mannen erschraken. "Seht, er hat eine Stuhlsäge bei sich! König! Euer Thron könnte zerstört werden!" fluchte Thomaso el Lutzio. Während "Gott Tobsuchtus" weiter wuchs, ergriff Nikodemus die Initiative."Euer unverständliches Gebrabbel lässt einem ja die Pest an den Sack wachsen, Tobsuchtus!" Dann zog der Pinguin ein kleines, silbernes Scheibchen hervor. Er drehte sich zu Badjoke und seinen Mannen um und murmelte: "Eine kleine Mitgift von Fückerius. Er hat mit einer Maschine das gesamte Wissen von ITagor auf dieser kleinen Scheibe vereinigt!" Nikodemus erhob die Scheibe gen Himmel und zielte geschickt auf das Ungeheuer. Vom Wissen der ITagoer geblendet liess er die Stuhlsäge fallen und schrumpelte auf die Größe eines kleinen Männchens zusammen. Er stieß entsetzliche Flüche aus während Badjoke und seine Krieger um ihn standen und nach Herzenslust lachten.

Chrys Sieglumbus nahm die Stuhlsäge an sich und betrachtete sie. "Ein Machwerk der Ritter der Inkompetenz. Tretet zurück!" sagte er und zog unter seinem Mantel ein kleines Glasfläschen mit der Aufschrift "Visellus Basicus" hervor und übergoss damit Tobsuchtus Werk. Es zerschmolz und sickerte in den Boden. Auf die Worte "Jahaa, ein derartig simpel konstruiertes Gerät ist selbst mit den Mitteln des Fensters zerstörbar!" erntete Chrys nur ein genervtes Augenrollen und Benillo musste Nikodemus mit Gerstensaft ablenken, damit dieser nicht wieder einen Scheiterhaufen errichtete.
König Badjoke erzählte zur Feier des Tages noch eine Anekdote "von damals", wie er sagte, "es war so 60 oder 70. Ich war auf einem Bankett bei Fürst Cholerikus eingeladen, dort gab es fürstliches Essen, riieeesige Festplatten. Nach des Fürstens langer Ansprache leerte ich von Hunger gequält die falsche Festplatte. Die, mit dem alten, ranzigen Zeug. Ich hatte 7 Tage lang furchtbaren Dünnschiss. Aber lasst uns weiterziehen! Uns erwarten neue Abenteuer und Inkompetenzen, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat."
Halb vor Überraschung staunend, halb lachend zogen sie voller Tatendrang weiter ins Ungewisse.

Mittwoch, 6. Juli 2005

Chroniken aus Gschwandria, dem Land der Butterfliegen

Kapitel III

Nach dem schweren Schlag der ITagor versetzt wurde hatte König Badjoke Mühe, seine Mannen wieder aufzubauen. Gerstensaft und Elbenkraut waren ihm dabei jedoch eine gute Hilfe. Und so begab es sich das König Badjoke mit all seinen Getreuen (ausser Nicodemus, der nach gestriger Gerstenorgie wiedereinmal geistlos-lallend in der Ecke lag) auszog, um all die bösen, unorganisierten Schergen zu bekehren. Sie reisten in das Land der Toursianer. Diese waren weithin bekannt für ihr schildbürgerliches Verhalten. Man erzählte sich Geschichten, sie würden ihre Felder doppelt bestellen und darüber vergessen die Kühe zu melken. Ihre Episteln an andere Völker versandten sie immer mehrfach und wunderten sich, weshalb sie so oft beantwortet wurden.
So wandten sie sich ratsuchend an ITagor. Es ist nicht bekannt ob dies als schlaue Taktik die Feste von Innen heraus zu zerstören zu gelten hatte, oder ob die Toursianer einfach nur beschränkte Denker waren die es eben nicht besser wussten. Fakt ist, das die Feste nur durch den geschickten Einsatz von dunklem Bohnensaft (dessen Hauptabnehmer Malin allein schon für schwarze Zahlen bei der Industrie sorgte), tiefschwarzem Sarkasmus und dummdreister Antworten vor dem Ansturm der hirnlosen Horden bewahrt werden konnte.

König Badjoke ersann also eine Strategie um die vermeindlichen Belagerer zu bekehren. Er bediente sich des Wissens seiner Weisen und Krieger um den Toursianern zu helfen. Fückerius schenkte jedem von Ihnen einen Abakus und König Badjoke, Malin Peblus und Bennillo lehrten sie deren Benutzung. "Der Abakus muss senkrecht aufgestellt werden, so dass die Kugeln parallel zum Boden laufen!" lautete die erste Lektion. Scheinbar verstand das fremdartige Volk was Badjoke und sein Gefolge da zeigten und sie jubelten den Fremdlingen zu, die im Begriff waren ihr Leben zu revolutionieren. Und so zogen sich des Königs Mannen zurück und lagerten in Feldbetten und Zelten in der Nähe der Toursianer.
Nach einigen Tagen wollte Badjoke die Ergebnisse der Arbeit überprüfen, schliesslich benötigten noch viele Völker die Hilfe der ITagoer - die Zeit wurde sehr knapp.
Sie zogen also durch die Straßen von Toursia. Kaum einen Fuss vor den anderen getan rannte schon der erste Toursianer auf sie zu: "Ihr nichtsnutzigen Wegelagerer! Eure teuflischen Maschinen funktionieren nicht! Die Kugeln fallen immer von alleine runter!"

Und so kam es das Badjoke und seine Gefolgschaft unverrichteter Arbeit weiterzogen. Badjoke musste einsehen das es unmöglich ist, einem Volk die Verwendung des Abakus zu lehren, wenn nicht der Unterschied zwischen parallel und, naja, auf jeden Fall zogen sie weiter ;)

Montag, 4. Juli 2005

Chroniken aus Gschwandria, dem Land der Butterfliegen

Kapitel II

Verschlafen torkelte Benillo durch die Tür. "Mgn" murmelte er. "Morgen!" schrie Chrys und stieg aus seinem Fenster in die illustre Runde. König Badjoke war schon am frühen morgen gut gelaunt von einem Gespräch mit seinem Syndikus zurückgekommen und schwor die Truppe auf den bevorstehenden Tag ein. Er begrüßte Benillo mit einem "Na, gestern wieder viel Elbenkraut geraucht?". Benillo beachtete den König garnicht, sondern begab sich schnurstracks zur Quelle des dunklen Bohnensafts. Verschlafen füllte er sich einen Becher voller Lebenskraft mit Milchhäubchen. Das sollte vorerst reichen!

Als Benillo zurückgekommen war, war des Königs Kriegsrede schon im vollen Gange, wenn auch leiser als gewohnt. Man sah Nicodemus an, dass er des Gerstensaftes überdrüssig war. König Badjoke wusste also, dass er wegen Nicodemus nur leise aufhetzen durfte. "Männer!" schrie er mit leiser Stimme "es ist Krieg!". "Wissen wir schon" murmelte es aus jeder Ecke. "Benillo, mach den Schranz aus! Christopherus, kein HipHop wärend meiner Reden und Dennus, konzentrier Dich! Das Elbenkraut macht Dich ja immer wirrer!".
Endlich konnte Badjoke mit seiner Rede beginnen: "Der Fürst der Finsternis persönlich, Fürst Cholerikus hat befohlen das einer unserer tapferen Krieger ihn heute zu seiner politischen Orgie begleiten muss." - "Ich hab schon was vor heute!" schallte es aus allen Mündern gleichzeitig. "Mein Burgfräullein Ya-ne wartet auf mich" wandte Malin ein während sich Nicodemus "Der Pinguin", nicht in der Lage fühlte überhaupt zu antworten. Benillo verwies auf das eine oder andere Wehwehchen aus dem letzten Feldzug und darauf, dass das Elbenkraut ihn langsam gemacht hätte, während Bernard nicht schon wieder zu Fürst Cholerikus wollte. Schließlich war er ja schon 2 Mal dort und beide Male hätte Cholerikus seine Zeit damit verbracht, seine Gegner totzureden anstatt zu kämpfen. Und auch der Gerstensaft sei nicht zu vergleichen mit dem Gebräu von Fückerius.

Kaum drang diese Meldung an den bösen Fürsten, betrat er rauschend die Festung. "IHR SEID NUR STAUB!" schrie er und dabei stoben Funken und kleine Wölkchen aus seinen Nasenhölen. "UNDISZIPLINIERT, UNLOYAL, UNNÜTZ! ICH SOLLTE EUCH ALLE VVEERNICCHTTEEN!". Nachdem der markerschütternde schrei verstummte entschwand der dunkle Fürst so schnell wie er gekommen war.
Die Feste brach fast völlig zusammen und wurde von nun an als Feste "ITagor" bekannt, die erste Feste die einen solchen Angriff zumindest teilweise überlebte. Auf der Suche nach einem loyaleren und masochistischerem Opfer fiel seine Wahl auf eine Schreibgehilfin namens Monikus. Nach diesem Abend ward sie nie mehr gesehen.

König Badjoke indes kündigte dem Fürsten Cholerikus die Gefolgschaft und scharte seine Männer um sich, um sie auf einen Krieg in der Art der Partisanen einzuschwören...

Und so kam es das der Verschleiß des Fürsten an Leibeigenen wieder einmal anstieg, sein Bodycount war nun bei geschätzten 247 Schreibgehilfinnen angekommen. Aber wer zählt die schon...

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