Hausfriedensbruch
Als ich eines Morgens gegen 13:30 Uhr unsanft aus dem Schlaf geklingelt wurde hätte ich nie damit gerechnet das dieser Tag überhaupt etwas gutes - geschweige denn meine erste rauhe Liebe - für mich bereithalten würde. Doch als ich erbost die Tür öffnete, sie fast aus den Angeln riss, da stand sie da. Ein eiskalter Schauer erfasste mich, als ich auf ihre riesigen, minzgrünen Pupillen starrte.
"Was für ein Gerät!", schoss es mir als sofort durch den Kopf als ich den Schlagbohrer in ihrer Hand sah.
"Was zum Teufel wollt ihr Nasen denn hier?", fragte ich charmant in die Runde und lächelte.
"Äh... Einsatz in Vier Wänden?", antwortete Tine selbstsicher.
"Ich glaub es hackt! Hab ich euch Kasper etwa eingeladen oder was?!", entgegnete ich fröhlich überrascht und brach somit augenblicklich das Eis zwischen uns, dass sich dadurch langsam vom Dach löste und nur knapp neben dem Malermeister aus Berlin einschlug.
"Jetz pass ma uff Freund Blase! Sowat lass ick mia nich bietn! Andre freun sich da, weiste?", erklärte er erfreut. Doch ich konnte ihm überhaupt nicht zuhören, da mein Blick an Tine klebte wie die fettigen Pommes von "Joe'´s Imbiss`". Das kriegst du nie wieder weg. "Niggs zu machn! Die Hosn kunnst naushaun!", hatte Jo damals lachend meine Unfähigkeit zu essen kommentiert. Genauso wie beim Imbiss erging es mir auch mit Tine - es war einfach Liebe auf den ersten Fleck! Schlagartig wurde mir bewusst das ich einen bisher unentdeckten Fetisch für weibliche Heimwerker hatte. Was für eine Erleuchtung!
"Mags du uns seigen deine Simmér?", riss mich die halb Deutsche, halb Französische, halb Italienische Feng-Shui-Expertin aus meinen schmutzigen Gedanken. Und da ich sowieso keine Lust mehr hatte an das sich stapelnde Geschirr oder das verdreckte Badezimmer zu denken, bat ich sie herein.
"Boah geht mir blos mit dem Teil aus der Visage!"
Der freundliche Kameramann, den ich erst jetzt bemerkte, begann mein Gesicht dezent auszuleuchten und Tine flirtete heftig. Sie fragte mich allerlei private Dinge und ich antwortete so energisch, das ich vor laufender Kamera rot anlief.
Und bevor ich mich versah begann das große Renovieren. Was vorher wie Dresden '45 aussah, strahlte jetzt im Glanz von New York 2001 (Zwar sollte es nach Sydney 2008 aussehn, doch hatte die schwedische Bodenexpertin bei meinem von der Indoor-Grillfete verursachten Brandloch nach zwei Stunden frustriert das Handtuch geworfen). Tine schlug dann vor einfach einen Zimmerbrunnen über den Fleck zu schieben und zwinkerte mir frivol zu, als die anderen gerade genervt mit den Augen rollten, ob der neuen Arbeitsanweisung.
Schon in diesem Moment hätte mir auffallen müssen, das meine Gestaltergöttin leider zu schlau für mich war. Die meisten Fragen von ihr konnte ich sowieso nur mit "Äähm... denk schon!" oder einem urigen Rülpsen beantworten. Dieser Umstand frass mich innerlich auf und unsere Liebe zerbrach schliesslich genauso abrupt, wie sie begonnen hatte. Denn als ich eines Morgens durch das Nachmittagsprogramm zappte und die Vorschau zur neuen Sendung meines Kuschelelefanten sah, floh der erste Schluck Kaffee wie Sprühstuhl aus meinem Mundraum. Ihr neues Image zerriss unsere Liebe wie sie einst meine gammelige Rauhfasertapete und noch am selben Tag war alles vorbei.
Jedoch konnte ich meine Trauer nur schwer überwinden solange mich die ganze Wohnung noch an das Werk ihrer zarten Pranken erinnerte. Also fasste ich beherzt einen Entschluss, rief die Do it yourself S.O.S-Hotline an und was soll ich sagen?
Sonja und ich sind jetzt ein Paar!
(Dies war der zweite Text aus der schreib:zwang-Reihe über das Thema "Wie ich mich in Tine Wittler verliebte!" das mir Peter Parkster gestellt hat.)
"Was für ein Gerät!", schoss es mir als sofort durch den Kopf als ich den Schlagbohrer in ihrer Hand sah.
"Was zum Teufel wollt ihr Nasen denn hier?", fragte ich charmant in die Runde und lächelte.
"Äh... Einsatz in Vier Wänden?", antwortete Tine selbstsicher.
"Ich glaub es hackt! Hab ich euch Kasper etwa eingeladen oder was?!", entgegnete ich fröhlich überrascht und brach somit augenblicklich das Eis zwischen uns, dass sich dadurch langsam vom Dach löste und nur knapp neben dem Malermeister aus Berlin einschlug.
"Jetz pass ma uff Freund Blase! Sowat lass ick mia nich bietn! Andre freun sich da, weiste?", erklärte er erfreut. Doch ich konnte ihm überhaupt nicht zuhören, da mein Blick an Tine klebte wie die fettigen Pommes von "Joe'´s Imbiss`". Das kriegst du nie wieder weg. "Niggs zu machn! Die Hosn kunnst naushaun!", hatte Jo damals lachend meine Unfähigkeit zu essen kommentiert. Genauso wie beim Imbiss erging es mir auch mit Tine - es war einfach Liebe auf den ersten Fleck! Schlagartig wurde mir bewusst das ich einen bisher unentdeckten Fetisch für weibliche Heimwerker hatte. Was für eine Erleuchtung!
"Mags du uns seigen deine Simmér?", riss mich die halb Deutsche, halb Französische, halb Italienische Feng-Shui-Expertin aus meinen schmutzigen Gedanken. Und da ich sowieso keine Lust mehr hatte an das sich stapelnde Geschirr oder das verdreckte Badezimmer zu denken, bat ich sie herein.
"Boah geht mir blos mit dem Teil aus der Visage!"
Der freundliche Kameramann, den ich erst jetzt bemerkte, begann mein Gesicht dezent auszuleuchten und Tine flirtete heftig. Sie fragte mich allerlei private Dinge und ich antwortete so energisch, das ich vor laufender Kamera rot anlief.
Und bevor ich mich versah begann das große Renovieren. Was vorher wie Dresden '45 aussah, strahlte jetzt im Glanz von New York 2001 (Zwar sollte es nach Sydney 2008 aussehn, doch hatte die schwedische Bodenexpertin bei meinem von der Indoor-Grillfete verursachten Brandloch nach zwei Stunden frustriert das Handtuch geworfen). Tine schlug dann vor einfach einen Zimmerbrunnen über den Fleck zu schieben und zwinkerte mir frivol zu, als die anderen gerade genervt mit den Augen rollten, ob der neuen Arbeitsanweisung.
Schon in diesem Moment hätte mir auffallen müssen, das meine Gestaltergöttin leider zu schlau für mich war. Die meisten Fragen von ihr konnte ich sowieso nur mit "Äähm... denk schon!" oder einem urigen Rülpsen beantworten. Dieser Umstand frass mich innerlich auf und unsere Liebe zerbrach schliesslich genauso abrupt, wie sie begonnen hatte. Denn als ich eines Morgens durch das Nachmittagsprogramm zappte und die Vorschau zur neuen Sendung meines Kuschelelefanten sah, floh der erste Schluck Kaffee wie Sprühstuhl aus meinem Mundraum. Ihr neues Image zerriss unsere Liebe wie sie einst meine gammelige Rauhfasertapete und noch am selben Tag war alles vorbei.
Jedoch konnte ich meine Trauer nur schwer überwinden solange mich die ganze Wohnung noch an das Werk ihrer zarten Pranken erinnerte. Also fasste ich beherzt einen Entschluss, rief die Do it yourself S.O.S-Hotline an und was soll ich sagen?
Sonja und ich sind jetzt ein Paar!
(Dies war der zweite Text aus der schreib:zwang-Reihe über das Thema "Wie ich mich in Tine Wittler verliebte!" das mir Peter Parkster gestellt hat.)
3 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Tobi (anonym) - 12. Feb, 14:11
Yes Yes ..
... very good ..
;o)
;o)
konner - 12. Feb, 18:35
Du musst viel diabolischer draufkommen: "Good *geröchelt* very good!"
Entsetzter Sacro (anonym) - 14. Feb, 09:15
Schreibzwangkonzept in allen Ehren aber: Tine Wittler O_o Alleine die Vorstellung °_° */meKauertSichInDerEckeInFötalStellungZusammenUndSummtKinderlieder*














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