Laufen im Regen
Heute bin ich nicht gesellschaftsfähig - das hatte sich schon gestern angekündigt. Warum auch immer, aber ab und zu habe ich diese Phasen in denen ich niemand sehen möchte, die aber für mehr als die typische "ich brauch mal Zeit für mich"-Phrase stehen. Phrasen, Phasen. Joggen im Regen und dreckiger KoRn-Sound in den Ohren. Selbst die flüchtigen Blicke der vorbeihuschenden Fahrradfahrer stören meine einsame Idylle. Ich wünschte, ich könnte auf dem Mars herumjoggen. Nichts als rote Wüste und schmutziger Sound. Schwitzen. Weiterrennen und einfach nicht mehr stehen bleiben. Selbst der Regen kühlt mich nicht ab, lässt mein Feuer nur herausfordernd zischen. Funken schlagen. Brennend rennen. Und beim wiederholen der Runde den eigenen, verbrannten Fußstapfen folgen. Nicht mehr nachdenken. Keine bedenken. Nur rennen.
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Fifty-Eyes Joe (anonym) - 21. Aug, 15:58
Ja, das kenne ich, ich bin damals auch joggen gegangen und plötzlich wurde etwas... anders, ich wurde... schneller, ich konnte plötzlich... klarer sehen und die Nacht war auf einmal... nicht mehr so dunkel. Ich konnte den Wind auf meiner Kopfhaut spüren und es war, als ob alles aus mir herausbrach... nur irgendwann stolperte ich über mein fünftes Bein.
(Prypjat, 26. April 1986)
(Prypjat, 26. April 1986)
glueckskeks (anonym) - 21. Dez, 15:53
ich geh in solchen fällen schwimmen. man sieht nichts hört nichts und das feuer geht irgendwann aus. dann brennen nur noch die muskeln...














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