An einem lauen Abend
John Doe sitzt in meiner Küche und raucht. Ich finde das paradox, ja, eigentlich sogar ein bisschen lustig, da er Zeit seines Lebens Nichtraucher war. Auch wenn er nicht wissen kann, was auf ihn wartet. Und niemand wissen wird, wer er ist. Er ist nervös, aber versucht, sich nichts anmerken zu lassen.
"Rauchen ist schädlich", sage ich, mehr zu mir selbst als zu ihm. Und wie zu erwarten, reagiert er nicht darauf. Nicht einmal sein langsames Blinzeln beinhaltet eine Aussage. Was soll er auch schon großartig sagen? Das Knistern der herunterbrennenden Tabakblätter ist das einzige Geräusch an diesem unwirklichen Abend. Langsam schüttle ich mit dem Kopf und schliesse für einen Moment die Augen. Als ich mich wieder gesammelt habe, nehme ich die Tasche mit dem Geld und schreite festen Schrittes zur Hintertür.
"Auf Wiedersehen, John Doe", verabschiede ich mich leise. Müde dreht er seinen Kopf nach mir um, doch bevor er etwas entgegnen kann durchschlägt die Kaliber .50 BMG in einer schnurgeraden Linie erst das Küchenfenster, anschliessend seinen fast kreisrunden Kopf und bohrt sich schlussendlich fast vollständig durch die dahinterliegende, gekachelte Wand. Natürlich nicht, ohne lautstark einen Großteil seines Schädelinhaltes mit sich zu reissen.
Als ich wenige Minuten später auf dem Heimweg die 45ste Richtung Norden fahre, kann ich die Siren bereits hören.
John Doe ist tot.
"Rauchen ist schädlich", sage ich, mehr zu mir selbst als zu ihm. Und wie zu erwarten, reagiert er nicht darauf. Nicht einmal sein langsames Blinzeln beinhaltet eine Aussage. Was soll er auch schon großartig sagen? Das Knistern der herunterbrennenden Tabakblätter ist das einzige Geräusch an diesem unwirklichen Abend. Langsam schüttle ich mit dem Kopf und schliesse für einen Moment die Augen. Als ich mich wieder gesammelt habe, nehme ich die Tasche mit dem Geld und schreite festen Schrittes zur Hintertür.
"Auf Wiedersehen, John Doe", verabschiede ich mich leise. Müde dreht er seinen Kopf nach mir um, doch bevor er etwas entgegnen kann durchschlägt die Kaliber .50 BMG in einer schnurgeraden Linie erst das Küchenfenster, anschliessend seinen fast kreisrunden Kopf und bohrt sich schlussendlich fast vollständig durch die dahinterliegende, gekachelte Wand. Natürlich nicht, ohne lautstark einen Großteil seines Schädelinhaltes mit sich zu reissen.
Als ich wenige Minuten später auf dem Heimweg die 45ste Richtung Norden fahre, kann ich die Siren bereits hören.
John Doe ist tot.
4 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
george (anonym) - 27. Okt, 12:54
und was wurde aus der zigarette?
ist deine wohnung abgebrannt... oder hast du sie ausgetreten, die zigarette? ansonsten NATOll
dieLinda (anonym) - 27. Okt, 13:55
und vor allen dingen: hast du die hintertür hinter dir zu gemacht?
Paladin Sacrosanctus (anonym) - 27. Okt, 14:05
Irgendwie...
... glaube ich, dass wir am Ende alle Raucher sind. Die einen mehr, die anderen weniger. Mit "Rauchen" ist das wie bei allem anderen: Am Schluß bekommt man die Rechnung für das, was man getan hat. Manchmal, verdammt selten aber manchmal, bekommt man sogar etwas gutgeschrieben.














Trackback URL:
http://sirdregan.twoday.net/stories/2858333/modTrackback