Fragmentgeschichte 2 - Teil 2
Mit heruntergelassenen Hosen stand Herr Schlauber vor seinem ausladenden Panoramafenster und versank in seinen Gedanken. Gloria Findel! Wie lange hatte er sie schon nicht mehr gesehen? Es musste mittlerweile drei, vier Jahre her sein. Wieso? Wieso nur hatte sie ihn verlassen. Sie war einfach, ohne ein Wort zu sagen...
Plötzlich wurde Herr Schlauber von einem schreienden Kind aus dem Konzept gebracht. Als die Mutter des Kindes anfing, ihn durch die Scheibe lauthals zu beschimpfen, zog er seine Schlafanzughose wieder hoch und bereute wieder einmal, im Erdgeschoss ein großes Fenster eingebaut zu haben. Hätte er doch nur auf seine Mutter gehört und wäre nicht schon mit 35 Jahren von zu Hause ausgezogen...
***
Am anderen Ende der Stadt brüllte ein kleiner Junge lauthals durch sein Elternhaus. "Maaaamaaaaa!", schallte es bebend in alle Richtungen, ausgehend von dem kleinen, verheulten Jens. Wie ein schwarzes Loch sog der kleine Mund abermals Unmengen an schaler Luft auf, nur um danach wieder imposant zu explodieren. "Hoolger ist kapuuuuutt!"
Mit einem zutiefst genervten Blick stapfte die etwas rundliche Gertrud die Treppen nach oben, wobei ihre Hüfterollen lustig im Takt ihrer Schritte mitwippten und riss die Tür vom Kinderzimmer auf. "Wasnnuschowieda?!", drang es genuschelt aus ihrem hervorragend gedämmten Sprachorgan. Als sie den kaputten Holger in seinem Käfig liegen sah, schien für einen Moment die Zeit still zu stehen. Jens blinzelte erschrocken, als er das Funkeln in ihren Augen bemerkte und seine Unterlippe begann augenblicklich heftig zu vibrieren. Doch bevor er in seinen üblichen "Ich wars nicht!"-Weinkrampf ausbrechen konnte, hatte Gertrud in schon mitleidig in den Arm genommen.
"Oooch Jens! Sei nicht traurig, wir haben doch noch Gloria", sagte sie und rief frohlockend nach Gloria Findel.
Doch Gloria kam nicht. Sie antwortete nicht einmal. Auch schickte sie keine eMail und den Briefträger hatte Gertrud auch nicht kommen hören.
Da dies Jens sehr ungewöhnlich erschien, fing er sofort wieder an zu weinen und hörte erst auf als sich das Raumschiff eines Ausserirdischen von alka-alka krachend in die nördliche Aussenwand seines Kinderzimmers bohrte. Für einige Zeit war wieder Stille eingekehrt und trotz der ungewöhnlichen Situation registrierte Gertrud dies mit einem entspanntem Lächeln. Stille war eben selten im Hause Köpnik. Und das sollte sich auch nicht so schnell ändern, denn wenige Sekunden später wühlte sich der Bruchpilot des Porzellanhaufens (alka-alka Schiffe bestanden zu 95% aus Porzellan, die restlichen 5% waren eine abstruse Mischung aus ausgelutschten Kaugummis und weggeworfene Haarspangen von kleinen, thailändischen Mädchen) durch die zerfetzte Glücksbärchen-Tapete.
Xqwzts starrte die beiden sonderbarne Kreaturen an, die in dieser hässlich eingerichteten Höhle voller Stofftieren standen und sagte:
Forsetzung folgt hier
Hier gehts zu Teil1
Plötzlich wurde Herr Schlauber von einem schreienden Kind aus dem Konzept gebracht. Als die Mutter des Kindes anfing, ihn durch die Scheibe lauthals zu beschimpfen, zog er seine Schlafanzughose wieder hoch und bereute wieder einmal, im Erdgeschoss ein großes Fenster eingebaut zu haben. Hätte er doch nur auf seine Mutter gehört und wäre nicht schon mit 35 Jahren von zu Hause ausgezogen...
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Am anderen Ende der Stadt brüllte ein kleiner Junge lauthals durch sein Elternhaus. "Maaaamaaaaa!", schallte es bebend in alle Richtungen, ausgehend von dem kleinen, verheulten Jens. Wie ein schwarzes Loch sog der kleine Mund abermals Unmengen an schaler Luft auf, nur um danach wieder imposant zu explodieren. "Hoolger ist kapuuuuutt!"
Mit einem zutiefst genervten Blick stapfte die etwas rundliche Gertrud die Treppen nach oben, wobei ihre Hüfterollen lustig im Takt ihrer Schritte mitwippten und riss die Tür vom Kinderzimmer auf. "Wasnnuschowieda?!", drang es genuschelt aus ihrem hervorragend gedämmten Sprachorgan. Als sie den kaputten Holger in seinem Käfig liegen sah, schien für einen Moment die Zeit still zu stehen. Jens blinzelte erschrocken, als er das Funkeln in ihren Augen bemerkte und seine Unterlippe begann augenblicklich heftig zu vibrieren. Doch bevor er in seinen üblichen "Ich wars nicht!"-Weinkrampf ausbrechen konnte, hatte Gertrud in schon mitleidig in den Arm genommen.
"Oooch Jens! Sei nicht traurig, wir haben doch noch Gloria", sagte sie und rief frohlockend nach Gloria Findel.
Doch Gloria kam nicht. Sie antwortete nicht einmal. Auch schickte sie keine eMail und den Briefträger hatte Gertrud auch nicht kommen hören.
Da dies Jens sehr ungewöhnlich erschien, fing er sofort wieder an zu weinen und hörte erst auf als sich das Raumschiff eines Ausserirdischen von alka-alka krachend in die nördliche Aussenwand seines Kinderzimmers bohrte. Für einige Zeit war wieder Stille eingekehrt und trotz der ungewöhnlichen Situation registrierte Gertrud dies mit einem entspanntem Lächeln. Stille war eben selten im Hause Köpnik. Und das sollte sich auch nicht so schnell ändern, denn wenige Sekunden später wühlte sich der Bruchpilot des Porzellanhaufens (alka-alka Schiffe bestanden zu 95% aus Porzellan, die restlichen 5% waren eine abstruse Mischung aus ausgelutschten Kaugummis und weggeworfene Haarspangen von kleinen, thailändischen Mädchen) durch die zerfetzte Glücksbärchen-Tapete.
Xqwzts starrte die beiden sonderbarne Kreaturen an, die in dieser hässlich eingerichteten Höhle voller Stofftieren standen und sagte:
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3 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
b-l-ondgirl (anonym) - 30. Mrz, 19:23
"Holger is kaputt.", ........ dat arme Vieh. :(
Bin gespannt wie´s weiter geht. ;)
Bin gespannt wie´s weiter geht. ;)
SirDregan - 30. Mrz, 20:26
Na ich erst ;)
Mayflower (anonym) - 2. Apr, 02:50
Solche fortsetzungsgeschichten sind mir fast die liebsten, aber es ist schwierig nicht die Fäden zu verlieren. Bis jetzt liest es sich sehr vielversprechend. :)
Weil ich gerade faul bin, steht dieser Kommentar gleichsam als lobendes Textteilchen für den Herrn Grob.
Weil ich gerade faul bin, steht dieser Kommentar gleichsam als lobendes Textteilchen für den Herrn Grob.














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