Die unsterbliche Seele V
Rom, 255 n.Chr.
Die Nachricht das Licinius Valerianus Sohn Gallienus, der Sohn und Mitregent des Kaisers persönlich, die Invasoren besiegt hatte schallte laut durch die Strassen Roms als Cornelius sich gerade aus dem Haus begab um etwas zu essen zu kaufen. Seinen 43sten Geburtstag hatte er sich etwas anders vorgestellt als durch ein jubelndes Rom zu laufen, dessen Bewohner ihn nicht zu beachten schienen. Doch hier kannte er keine Menschenseele und nur selten hatte jemand ein freundliches Wort für ihn übrig oder gar Zeit für einen kleinen Plausch. Er biss sich nachdenklich auf die Unterlippe als er in die enge Gasse vor dem prunkvollen Tempel des Pantheon einbog, gedankenverloren weiterschlenderte und sich schliesslich in einem Gewirr aus schmalen, verlassenen Wegen verlor. Mit einem Mal war alles still um ihn geworden und von Weitem hörte er eine harte aber leise Stimme flüstern. "Hunderteinundsechzig", klang es in seinen Ohren und er drehte sich nervös um - "du bist Zuhause" - doch da war niemand. Ruckartig drehte er sich wieder zurück und lauschte. Nach einem kurzen Moment schüttelte er verwirrt den Kopf und verlor sich wieder in seiner Einsamkeit. Vor kurzem erst war er vom Norden hierher gezogen, da sein Dorf von den Barbaren überfallen wurde und er nur mit Mühe und viel Glück entkommen konnte. Er hatte seine Familie verloren, sein Haus aufgeben müssen und war nun ein heimatloser Flüchtling der sein Glück in den Strassen Roms suchte. "Ganz ruhig!", sagte eine andere, dreckige Stimme, die ihn an seinem Gewand packte und Cornelius wurde ein Messer an die Kehle gehalten. "Gib mir all dein Geld, dann passiert dir nichts" fauchte der Strassendieb ihm ins Ohr während er ihn tiefer in die zwielichtige Gasse trieb. "Ich... ich habe keinen einzigen Quadrans mmehr", brachte er stotternd hervor. "Du willst mich für dumm verkaufen?" kreischte der Dieb zornig und zog seine Klinge schnell über Cornelius Kehle. Unendlich langsam sackte er zusammen und spürte, wie der Dieb schroff und panisch seine Klamotten durchwühlte und schliesslich frustriert flüchtete. In seinem eigenen Blut liegend, röchelte Cornelius und hielt seine Hände an den langen, geraden Schnitt bis all seine Kraft aus ihm wich und er verendete. "Dieses Leid", brach es sich an den Wänden der kleinen Gasse. "So viel Schmerz"
Die Nachricht das Licinius Valerianus Sohn Gallienus, der Sohn und Mitregent des Kaisers persönlich, die Invasoren besiegt hatte schallte laut durch die Strassen Roms als Cornelius sich gerade aus dem Haus begab um etwas zu essen zu kaufen. Seinen 43sten Geburtstag hatte er sich etwas anders vorgestellt als durch ein jubelndes Rom zu laufen, dessen Bewohner ihn nicht zu beachten schienen. Doch hier kannte er keine Menschenseele und nur selten hatte jemand ein freundliches Wort für ihn übrig oder gar Zeit für einen kleinen Plausch. Er biss sich nachdenklich auf die Unterlippe als er in die enge Gasse vor dem prunkvollen Tempel des Pantheon einbog, gedankenverloren weiterschlenderte und sich schliesslich in einem Gewirr aus schmalen, verlassenen Wegen verlor. Mit einem Mal war alles still um ihn geworden und von Weitem hörte er eine harte aber leise Stimme flüstern. "Hunderteinundsechzig", klang es in seinen Ohren und er drehte sich nervös um - "du bist Zuhause" - doch da war niemand. Ruckartig drehte er sich wieder zurück und lauschte. Nach einem kurzen Moment schüttelte er verwirrt den Kopf und verlor sich wieder in seiner Einsamkeit. Vor kurzem erst war er vom Norden hierher gezogen, da sein Dorf von den Barbaren überfallen wurde und er nur mit Mühe und viel Glück entkommen konnte. Er hatte seine Familie verloren, sein Haus aufgeben müssen und war nun ein heimatloser Flüchtling der sein Glück in den Strassen Roms suchte. "Ganz ruhig!", sagte eine andere, dreckige Stimme, die ihn an seinem Gewand packte und Cornelius wurde ein Messer an die Kehle gehalten. "Gib mir all dein Geld, dann passiert dir nichts" fauchte der Strassendieb ihm ins Ohr während er ihn tiefer in die zwielichtige Gasse trieb. "Ich... ich habe keinen einzigen Quadrans mmehr", brachte er stotternd hervor. "Du willst mich für dumm verkaufen?" kreischte der Dieb zornig und zog seine Klinge schnell über Cornelius Kehle. Unendlich langsam sackte er zusammen und spürte, wie der Dieb schroff und panisch seine Klamotten durchwühlte und schliesslich frustriert flüchtete. In seinem eigenen Blut liegend, röchelte Cornelius und hielt seine Hände an den langen, geraden Schnitt bis all seine Kraft aus ihm wich und er verendete. "Dieses Leid", brach es sich an den Wänden der kleinen Gasse. "So viel Schmerz"
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