Freitag, 18. Mai 2007

Another misery within

Sitzend, starrend wartend. Doch auf was?

My lips move but they won't make a sound

Ich konnte, wollte, sollte nichts sagen.
Und doch war ich verletzend, liess Worte wie Salzsäure zwischen meinen Lippen hervorquellen. Und ich kann nicht mal mit Sicherheit sagen ob ich das nicht doch so wollte. Ob ich nicht tief aus mir herausschreien wollte was ich in diesem Moment empfinde. Das ich mir nur dumm, albern und nutzlos vorkomme. Ich, der lästige Begleiter. Doch irgendwie liebgewonnen, aber von oben herab betrachtet und vor allen Dingen nicht ernst genommen. Denn was kann ich schon tun, right? Scheinbar nichts. Dabei spielt es scheinbar keine Rolle, ob Ratschläge nur nicht angenommen werden, wenn sie von mir kommen. Die Selbstgefälligkeit tropfte aus allen meinen Poren und erzeugte nur ein dummes, besserwisserisches Gesicht das niemanden weiterbringt. Und noch nicht einmal Genugtuung verschafft.

Caught in the corners of my mind, beginning over one more time

Doch dann wusste ich, tief in mir wusste ich, dass es nicht richtig und einfach nicht wahr ist, wie ich im Moment fühle. Und das die Verletzungen die ich spüre nur Illusionen sind, weil ich mir von der Welt mehr und vor allem andere Dinge erwarte, als sie mir zu bieten hat. Es hat mich sehr viel, unendlich viel Überwindung gekostet zu verschwinden, zu flüchten. Aus... Angst. Nicht vor ihr. Nicht vor der Situation.
Sondern vor mir.

Taking me over, taking all that's mine. One more time

Wieder bin ich das unantastbare Chamäleon. Und diesmal war es kurz davor zu vergessen was seine ursprüngliche Form eigentlich gewesen war. Und wohin es will, was es will. Von Zeit zu Zeit kommt es sich so deplaziert und kühl vor. Distanziert von sich selbst und der Welt, in der es immer noch keinen Platz gefunden hat.
Und dann muss es weg, weit weg um zu warten.
Darauf zu warten das zufriedene Lächeln von Donnie Darko aufsetzen zu können. Wenn es endlich begriffen hat.
Und loslassen kann.

I'm just waiting for time to erase
and the world to change
I’ll just wait for my heart to break
and arise from ash, reborn

"Der Fisch ist so frisch wie ich geil bin!"

Bevor ich meine Meinung dazu rauslasse, zuerst mal der Spot (für die, die ihn bisher noch nicht gesehen haben):



Ist der nicht endsgeil? Endlich mal weg von diesem spiessigen "Meine Wäsche ist jetzt viel wohlriechender" das von Schauspielern mit meterlangen Stöcken im Allerwertesten vorgetragen wird! Es ist eben immer noch ein himmelweiter Unterschied ob Menschen enthemmt spielen oder ob sie einfach locker sind.
Ich finde den Spot dermassen sympathisch und klasse. Und auch wenn der Humor sicher bei vielen nicht ankommt, Aber - hey, Kommentare wie:

"Eine Prise Erotik passt auch zu Frosta... wenn es ansprechend umgesetzt wird...

In diesem Fall - finde ich es zu stürmisch... da könnte man sicherlich etwas kreativer an die Sache ran gehen und - wie auch hier bereits erwähnt - das Produkt in den Mittelpunkt stellen...

Ein romantischen Dinner for Two mit Abgang nach Rechts... oder eben überkochende Leidenschaft mit Frosta..."


sind doch wirklich überflüssig, oder? Ich meine, das nimmt doch dem Spot genau die lockere Ausgelassenheit, die ihm seinen Charme verleiht? Da sind wir doch wieder bei "Wir müssen dem Zuschauer vermitteln das unser Produkt diese und jene Werte hat". Hallo, Wirtschaft?! Habt ihr es noch nicht begriffen das wir es langsam leid sind uns immer wieder ansehen zu müssen wie ihr "unterschwellige" Versuche hegt, irgendwelche tollen Werte auf euer Produkt stempeln zu wollen? Wir wollen unterhalten werden! Lasst die Sau raus, werdet locker! DAS animiert die Zuschauer zum (unter)bewussten aufnehmen eurer Spots.
Ich würde mir wünschen das mehr Firmen ihre Werbeleute einfach mal drauf los machen lassen würden. Und ich bin mir sicher, dann würden sehr viel weniger Menschen bei Werbepausen entnervt wegzappen, weil diese ewig strahlenden "Heile Welt"-Spacken sicher nicht nur mir schon nach den ersten paar Minuten tierisch auf die Nerven gehen.

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