Die unsterbliche Seele IX
München, 1939 n.Chr.
Am Morgen des 6. Novembers vernahm Johann Georg Elser eine sanfte aber dennoch autoritäre Stimme in seinem Kopf wahr, während er die Uhrwerke des Zündapparats einstellte. Seit mehr als 30 Nächten werkelte er nun schon nach Lokalschluß im Bürgerbräukeller am aushöhlen der Säule und dem Einsetzen von Sprengsätzen, die Adolf Hitler zur Strecke bringen sollten. Sein Plan sah vor, zwei Tage vor der Explosion in die Schweiz zu flüchten, um nicht mit dem Attentat in Verbindung gebracht werden zu können. "Überlege genau. Das hier ist von großer Bedeutung!", sagte die Stimme in seinem Kopf. Er sah sich hektisch um und blinzelte einige Male verwirrt von der ungewöhnlichen Lauten. "Die werden dich nicht einfach so in die Schweiz lassen. Was, wenn er seine Pläne ändert? Was, wenn er zu spät kommt? Du musst dich konzenztrieren!". Woher kam diese Stimme nur? Johann wusste es nicht, aber sie machte ihn nur noch nervöser. Doch die Stimme redete weiter auf ihn ein und langsam begannen seine Augen glasig und seine Bewegungen sicherer zu werden. Sie überzeugte ihn schliessliche, seine Pläne noch einmal zu überarbeiten. Er überlegte einige Minuten und stellte die Uhr dann auf kurz vor 9, eine halbe Stunde früher als er geplant hatte. "Damit kriege ich ihn sicher", murmelte er vor sich hin und verliess den Saal mit einem sehr guten Gefühl im Bauch. Die Stimme hatte nun endlich aufgehört, jetzt musste er sich nur noch einen neuen Fluchtplan einfallen lassen. "Wir sollten ihn nicht flüchten lassen, wer weis ob sie ihn nicht doch noch kriegen?" flüsterte die sanfte Stimme in die Unendlichkeit. "Du hast Recht", antwortete die andere Stimme "solch ein Schicksal hat er wahrlich nicht verdient". Im gleichen Moment, am Ende der Rosenheimer Straße, schlurfte Johann gedankenverloren im Morgengrauen Richtung Norden. Er grübelte angestrengt und blieb plötlzich erschrocken mitten auf der Straße stehen als es in seinem Kopf laut schallte. "Du wirst eine Art Märtyrer sein" grollte es paralysierend hinter seiner Stirn als ihn ein Wagen der NSDAP erfasste und mit qietschenden Reifen auf ihm zum stehen kam.
"Extrablatt, Extrablatt!", schrie ein kleiner Zeitungsjunge zwei Tage später, "Hitler bei Attentat getötet! Extrablatt, Extrablatt! Bombenanschlag im Bürgerbräukeller!"
Am Morgen des 6. Novembers vernahm Johann Georg Elser eine sanfte aber dennoch autoritäre Stimme in seinem Kopf wahr, während er die Uhrwerke des Zündapparats einstellte. Seit mehr als 30 Nächten werkelte er nun schon nach Lokalschluß im Bürgerbräukeller am aushöhlen der Säule und dem Einsetzen von Sprengsätzen, die Adolf Hitler zur Strecke bringen sollten. Sein Plan sah vor, zwei Tage vor der Explosion in die Schweiz zu flüchten, um nicht mit dem Attentat in Verbindung gebracht werden zu können. "Überlege genau. Das hier ist von großer Bedeutung!", sagte die Stimme in seinem Kopf. Er sah sich hektisch um und blinzelte einige Male verwirrt von der ungewöhnlichen Lauten. "Die werden dich nicht einfach so in die Schweiz lassen. Was, wenn er seine Pläne ändert? Was, wenn er zu spät kommt? Du musst dich konzenztrieren!". Woher kam diese Stimme nur? Johann wusste es nicht, aber sie machte ihn nur noch nervöser. Doch die Stimme redete weiter auf ihn ein und langsam begannen seine Augen glasig und seine Bewegungen sicherer zu werden. Sie überzeugte ihn schliessliche, seine Pläne noch einmal zu überarbeiten. Er überlegte einige Minuten und stellte die Uhr dann auf kurz vor 9, eine halbe Stunde früher als er geplant hatte. "Damit kriege ich ihn sicher", murmelte er vor sich hin und verliess den Saal mit einem sehr guten Gefühl im Bauch. Die Stimme hatte nun endlich aufgehört, jetzt musste er sich nur noch einen neuen Fluchtplan einfallen lassen. "Wir sollten ihn nicht flüchten lassen, wer weis ob sie ihn nicht doch noch kriegen?" flüsterte die sanfte Stimme in die Unendlichkeit. "Du hast Recht", antwortete die andere Stimme "solch ein Schicksal hat er wahrlich nicht verdient". Im gleichen Moment, am Ende der Rosenheimer Straße, schlurfte Johann gedankenverloren im Morgengrauen Richtung Norden. Er grübelte angestrengt und blieb plötlzich erschrocken mitten auf der Straße stehen als es in seinem Kopf laut schallte. "Du wirst eine Art Märtyrer sein" grollte es paralysierend hinter seiner Stirn als ihn ein Wagen der NSDAP erfasste und mit qietschenden Reifen auf ihm zum stehen kam.
"Extrablatt, Extrablatt!", schrie ein kleiner Zeitungsjunge zwei Tage später, "Hitler bei Attentat getötet! Extrablatt, Extrablatt! Bombenanschlag im Bürgerbräukeller!"
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