Die unsterbliche Seele VII
Rom, 410 n.Chr.
"Rom brennt! Es brennt!", kreischte eine aufgeregte Frau während sie in Panik versuchte sich ihren Weg aus den Flammen zu suchen. Überall lagen Trümmer, loderten Flammen, die Stadt war erfüllt von klirrendem Kampfgetöse und den Schreien der flüchtenden, römischen Bürger. Inmitten der flimmernden, heissen Luft kam Aurelis, Soldat im Dienste des Kaisers Valens, wieder zu Bewusstsein, nachdem ihn ein gotischer Soldat hart niedergeschlagen und in dem Glauben, er sei bereits tot, liegengelassen hatte. "Du musst es tun" schrie eine stechende Stimme in seinem Kopf und er stand langsam wie von ganz alleine auf. Aurelis war noch ganz benommen und schüttelte seinen Kopf damit die Schwärze aus seinen Augen wich. Er fragte sich was mit ihm geschehen war, ob er denn mit 36 Jahren schon all seine Kraft verloren hatte, aber bevor er darüber nachdenken konnte wurde er bereits in den nächsten Kampf verwickelt. Ein stark gepanzerter Soldat rannte im Blutrausch auf ihn zu, seine schwere, zweihändig geführte Lanze im Anschlag. Im letzten Moment gelang es Aurelis mit einem schnellen Schwertstreich die scharfe, gotische Lanze abzuwehren und sich zur Seite abzurollen. Bevor der Invasor reagieren konnte rammte er ihn sein Schwert mit aller Kraft zwischen den Rüstungsplatten in die Taille. Der Angreifer sackte röchelnd in sich zusammen und Aurelis zog sein Schwert heraus um sich blitzschnell umzudrehen. In einiger Entfernung sah er den obersten Heerführer und gotischen König Athaulf mit einer Decania gepanzerter Reiter auf sich zu preschen. "Töte", schrie es zwischen seinen Ohren und er brach zusammen. "Tu es, jetzt!", hallte es immer wieder in seinem Schädel, während er sich verkrampfte und versuchte dagegen anzukämpfen. Doch Aurelis kam nicht dagegen an, die Stimme wurde lauter, veränderte die Tonlage und Intensität. Verschiedene, schnelle Bilder schossen ihm durch den Kopf, Gladiatorenkämpfe, Hinrichtungen, ein ertrinkender Ägypter. Er schmeckte das Nilwasser in seinem Mund, konnte die Tiger der Arena riechen, seine Augen begannen zu flackern und Blut lief ihm aus seiner Nase und den Ohren. Noch bevor die gotischen Reiter ihn erreicht hatten lag er, noch einige Zeit zuckend, auf dem Boden und verendete. "Er ist nicht stark... hat noch nicht genug geruht... ist nicht stark genug... noch nicht stark", schallte eine Stimme durch die Ewigkeit.
"Rom brennt! Es brennt!", kreischte eine aufgeregte Frau während sie in Panik versuchte sich ihren Weg aus den Flammen zu suchen. Überall lagen Trümmer, loderten Flammen, die Stadt war erfüllt von klirrendem Kampfgetöse und den Schreien der flüchtenden, römischen Bürger. Inmitten der flimmernden, heissen Luft kam Aurelis, Soldat im Dienste des Kaisers Valens, wieder zu Bewusstsein, nachdem ihn ein gotischer Soldat hart niedergeschlagen und in dem Glauben, er sei bereits tot, liegengelassen hatte. "Du musst es tun" schrie eine stechende Stimme in seinem Kopf und er stand langsam wie von ganz alleine auf. Aurelis war noch ganz benommen und schüttelte seinen Kopf damit die Schwärze aus seinen Augen wich. Er fragte sich was mit ihm geschehen war, ob er denn mit 36 Jahren schon all seine Kraft verloren hatte, aber bevor er darüber nachdenken konnte wurde er bereits in den nächsten Kampf verwickelt. Ein stark gepanzerter Soldat rannte im Blutrausch auf ihn zu, seine schwere, zweihändig geführte Lanze im Anschlag. Im letzten Moment gelang es Aurelis mit einem schnellen Schwertstreich die scharfe, gotische Lanze abzuwehren und sich zur Seite abzurollen. Bevor der Invasor reagieren konnte rammte er ihn sein Schwert mit aller Kraft zwischen den Rüstungsplatten in die Taille. Der Angreifer sackte röchelnd in sich zusammen und Aurelis zog sein Schwert heraus um sich blitzschnell umzudrehen. In einiger Entfernung sah er den obersten Heerführer und gotischen König Athaulf mit einer Decania gepanzerter Reiter auf sich zu preschen. "Töte", schrie es zwischen seinen Ohren und er brach zusammen. "Tu es, jetzt!", hallte es immer wieder in seinem Schädel, während er sich verkrampfte und versuchte dagegen anzukämpfen. Doch Aurelis kam nicht dagegen an, die Stimme wurde lauter, veränderte die Tonlage und Intensität. Verschiedene, schnelle Bilder schossen ihm durch den Kopf, Gladiatorenkämpfe, Hinrichtungen, ein ertrinkender Ägypter. Er schmeckte das Nilwasser in seinem Mund, konnte die Tiger der Arena riechen, seine Augen begannen zu flackern und Blut lief ihm aus seiner Nase und den Ohren. Noch bevor die gotischen Reiter ihn erreicht hatten lag er, noch einige Zeit zuckend, auf dem Boden und verendete. "Er ist nicht stark... hat noch nicht genug geruht... ist nicht stark genug... noch nicht stark", schallte eine Stimme durch die Ewigkeit.
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