Freitag, 9. Dezember 2005

Die unsterbliche Seele VII

Rom, 410 n.Chr.
"Rom brennt! Es brennt!", kreischte eine aufgeregte Frau während sie in Panik versuchte sich ihren Weg aus den Flammen zu suchen. Überall lagen Trümmer, loderten Flammen, die Stadt war erfüllt von klirrendem Kampfgetöse und den Schreien der flüchtenden, römischen Bürger. Inmitten der flimmernden, heissen Luft kam Aurelis, Soldat im Dienste des Kaisers Valens, wieder zu Bewusstsein, nachdem ihn ein gotischer Soldat hart niedergeschlagen und in dem Glauben, er sei bereits tot, liegengelassen hatte. "Du musst es tun" schrie eine stechende Stimme in seinem Kopf und er stand langsam wie von ganz alleine auf. Aurelis war noch ganz benommen und schüttelte seinen Kopf damit die Schwärze aus seinen Augen wich. Er fragte sich was mit ihm geschehen war, ob er denn mit 36 Jahren schon all seine Kraft verloren hatte, aber bevor er darüber nachdenken konnte wurde er bereits in den nächsten Kampf verwickelt. Ein stark gepanzerter Soldat rannte im Blutrausch auf ihn zu, seine schwere, zweihändig geführte Lanze im Anschlag. Im letzten Moment gelang es Aurelis mit einem schnellen Schwertstreich die scharfe, gotische Lanze abzuwehren und sich zur Seite abzurollen. Bevor der Invasor reagieren konnte rammte er ihn sein Schwert mit aller Kraft zwischen den Rüstungsplatten in die Taille. Der Angreifer sackte röchelnd in sich zusammen und Aurelis zog sein Schwert heraus um sich blitzschnell umzudrehen. In einiger Entfernung sah er den obersten Heerführer und gotischen König Athaulf mit einer Decania gepanzerter Reiter auf sich zu preschen. "Töte", schrie es zwischen seinen Ohren und er brach zusammen. "Tu es, jetzt!", hallte es immer wieder in seinem Schädel, während er sich verkrampfte und versuchte dagegen anzukämpfen. Doch Aurelis kam nicht dagegen an, die Stimme wurde lauter, veränderte die Tonlage und Intensität. Verschiedene, schnelle Bilder schossen ihm durch den Kopf, Gladiatorenkämpfe, Hinrichtungen, ein ertrinkender Ägypter. Er schmeckte das Nilwasser in seinem Mund, konnte die Tiger der Arena riechen, seine Augen begannen zu flackern und Blut lief ihm aus seiner Nase und den Ohren. Noch bevor die gotischen Reiter ihn erreicht hatten lag er, noch einige Zeit zuckend, auf dem Boden und verendete. "Er ist nicht stark... hat noch nicht genug geruht... ist nicht stark genug... noch nicht stark", schallte eine Stimme durch die Ewigkeit.

Kabelsalatimpressionen

vorher:

"Benillo" und "Malin" schwer am schuften:

nachher:

schick, wa?

Bürokrieg - Ohne Worte

E-Mail-Gespräch zwischen (K)ollegin die Kundenwünsche erfasst und (W)ebdesigner. Kunde wollte ein individuelles Popupfenster (Größe in cm angegeben), das "rechts unten" erscheint damit es "keine Schrift oder Links verdeckt".

K: wieviel kostet sowas ca.?
W: Zehn Euro? ;)
Doch, das ist okay.
"Rechts unten" als Position ist allerdings sehr schwer zu definieren. Popups werden von links oben aus definiert und sind von der Bildschirmauflösung abhängig. Was bei einer durchschnittlichen Größe rechts unten ist, kann bei einer kleineren Auflösung außerhalb des Bildschirms und bei einer größeren direkt in der Mitte liegen.
K: ok, also Kostenvoranschlag ist raus.
Du kannst es doch so einstellen, dass es bei einer 1024*748 Auflösung unten rechts erscheint, oder?
Habe gerade mit dem Kunden gesprochen und er möchte das es bei ner 1024 Auflösung unten rechts erscheint.

W: Das ist doch wieder Bullshit. Gibt es dafür einen vernünftigen Grund? Statt auf Nummer sicher zu gehen das Zeug einfach dorthin setzen, wo es auf den Rechnern im Büro am besten aussieht?
Aber was beschwere ich mich, ist ja nicht meine Seite...
K: ich verstehe deinen Ärger, jedoch möchte er nicht, dass durch das PopUp Fenster was von seiner Seite verdeckt wird...
W: BULLSHIT! Ein popup verdeckt IMMMER was von der Seite! Das ist doch der Sinn eines Popups! Es erscheint, man registriert es und klickt es weg! Das ist der Lauf der Dinge!
Ganz ruhig bleiben, nur noch ein paar Tage, dann hast du Urlaub......
K: tja, ich sehs genauso, aber es sind Kunden

Schicht im Kabelschacht

Gestern Nacht wollten ca. 300 Kabel einzeln herausgerupft, ausgetauscht und wieder angesteckt werden. Muss ja mal langsam Ordnung herrschen hier. Ist gar nicht so leicht wie es sich anhört, schliesslich haben die letzten Freaks die Firma gestern erst um 2:40 Uhr verlassen. Aber was tut man nicht alles, nech? Zumindest wurde das Alkoholverbot während der Arbeitszeit für die Dauer des Einsatzes aufgehoben. Brachte mir persönlich zwar nix, schafft aber immer ne nette Athmosphäre :)
(Bilder folgen)

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