Freitag, 8. Juli 2005

Chroniken aus Gschwandria, dem Land der Butterfliegen

Kapitel IV

Nachdem es den treuen Mannen um Badjoke nicht gelungen war, den Toursianern das Heil zu bringen, ersannen sie sich eines besseren und zogen weiter auf der Suche nach Völkern, die nach der Herrschafft ITagoers lechzten.
Der Angriff nach vorne erschien dem greisen... äh weisen König eine angemessene Antwort auf die Kriegserklärung der Ritter der Inkompetenz. So marschierten die Krieger durch den Wald der Treppen und diskutierten zum zeitvertreib über ihre Weisheit, Waffen und Potenz. Ein heftiger Streit entbrannte zwischen dem Ketzer Chrys und dem Wahrsagerpinguin Nikodemus, der damit endete das der Pinguin den unverschämten Fensternarren unter lautem Gelächter der Anderen mit seinem Kriegsdiskus "Knoppix" verprügelte. Doch noch bevor die tapferen Gefolgsleute Chrys für seine Ketzereien auf dem Scheiterhaufen aus Fensterprodukten verbrennen konnten, nahmen sie einen lauten, irren Schrei wahr. "Alles scheisse! Ich bin Gott!" vernahmen sie plötzlich aus nördlicher Richtung. Zwischen den großen Bäumen erschien ein langer, dünner Arm mit einem wild fuchtelnden, erhobenen Mittelfinger.

"Haltet ein! Wer seid ihr, dass ihr solche ketzerische Reden von euch gebt?" schrie Bêrnard.
"Nennt mich Gott Tobsuchtus! Euer Schmaler Verstand versteht nicht meinen Berg von Weisheit!"
"Mir dünkt, sein Verstand ist noch schmaler denn seine Statur!" frotzelte Nicodemus und Dennus Longus verglich ihn mit einem "Pangalaktischen Donnergurgler im Reagenzglas" wobei - wie eigentlich immer - keiner verstand, was Dennus eigentlich genau meinte.
Man sah König Badjoke förmlich an, dass sein Haar angesichts dieser seltsamen Erscheinung ergraute.
"Sagt guter Mann oder "Gott" - wie nur ihr selbst euch nennt - was verärgert euch so?"
"Ich sah eure pseudo-technischen Errungenschaften in Toursian und eure jämmerliche Feste ITagor. Alles was ihr tut ist erbärmlich! Doch ich werde euch zeigen, was ein mächtiger Gott wie ich alles vermag!" Er zog ein kleines Gerät aus seinem Beutel, erhob es in die Luft und schrie: "Macht des Mondes! Purus Basicus!" und ähnlich unverständliches Gebrabbel.
Er verbreiterte sich, wuchs zu einem riesigen Ungeheuer mit fünf Armen heran. In einem Arm hielt er eine Flasche mit einer sonderbar prickelnden, schwarzen Flüssigkeit, in einem anderen gerollten Feldtabak und in den letzten beiden das kleine Gerät. Der erste Arm war anscheinend nur dazu da um permanent mit seinem Mittelfinger zu provozieren.

Badjoke und seine Mannen erschraken. "Seht, er hat eine Stuhlsäge bei sich! König! Euer Thron könnte zerstört werden!" fluchte Thomaso el Lutzio. Während "Gott Tobsuchtus" weiter wuchs, ergriff Nikodemus die Initiative."Euer unverständliches Gebrabbel lässt einem ja die Pest an den Sack wachsen, Tobsuchtus!" Dann zog der Pinguin ein kleines, silbernes Scheibchen hervor. Er drehte sich zu Badjoke und seinen Mannen um und murmelte: "Eine kleine Mitgift von Fückerius. Er hat mit einer Maschine das gesamte Wissen von ITagor auf dieser kleinen Scheibe vereinigt!" Nikodemus erhob die Scheibe gen Himmel und zielte geschickt auf das Ungeheuer. Vom Wissen der ITagoer geblendet liess er die Stuhlsäge fallen und schrumpelte auf die Größe eines kleinen Männchens zusammen. Er stieß entsetzliche Flüche aus während Badjoke und seine Krieger um ihn standen und nach Herzenslust lachten.

Chrys Sieglumbus nahm die Stuhlsäge an sich und betrachtete sie. "Ein Machwerk der Ritter der Inkompetenz. Tretet zurück!" sagte er und zog unter seinem Mantel ein kleines Glasfläschen mit der Aufschrift "Visellus Basicus" hervor und übergoss damit Tobsuchtus Werk. Es zerschmolz und sickerte in den Boden. Auf die Worte "Jahaa, ein derartig simpel konstruiertes Gerät ist selbst mit den Mitteln des Fensters zerstörbar!" erntete Chrys nur ein genervtes Augenrollen und Benillo musste Nikodemus mit Gerstensaft ablenken, damit dieser nicht wieder einen Scheiterhaufen errichtete.
König Badjoke erzählte zur Feier des Tages noch eine Anekdote "von damals", wie er sagte, "es war so 60 oder 70. Ich war auf einem Bankett bei Fürst Cholerikus eingeladen, dort gab es fürstliches Essen, riieeesige Festplatten. Nach des Fürstens langer Ansprache leerte ich von Hunger gequält die falsche Festplatte. Die, mit dem alten, ranzigen Zeug. Ich hatte 7 Tage lang furchtbaren Dünnschiss. Aber lasst uns weiterziehen! Uns erwarten neue Abenteuer und Inkompetenzen, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat."
Halb vor Überraschung staunend, halb lachend zogen sie voller Tatendrang weiter ins Ungewisse.

Dreggsblogg

me and my demon

Über...

(c) by BigKing
SirDregan aka Benillo
24 Jahre
wohnhaft in Bayreuth
verwirrt, melancholisch, leicht exhibitionistisch,
Bühnenschlampe,
Filmsüchtig

126616363

eMail: blog[at]sirdregan[point]de
Termine und Erfolge

current Ohrwurm:
Radiohead - Creep

Zwerghamster Rettet Heinz! Buttonnetzwerk für ein freies Internet
Creative Commons-Lizenzvertrag
mindestens haltbar - magazin für meinungen
Datensammler sind Verbrecher!

Aktuelle Beiträge

Sprüche
Könnt Ihr auch eine Liste mit den besten sprüchen...
R.I.P (anonym) - 18. Nov, 11:25
Nerd WG Blog online
Zeit wurds, aber jetzt ist es so weit. Unser WG Blog...
SirDregan - 16. Nov, 13:10
seh ich auch so! schreib,...
seh ich auch so! schreib, junge... echt jetz!
maika (anonym) - 14. Nov, 21:02
Faule Socke... schreibense...
Faule Socke... schreibense gefälligst wieder mal...
DieHolde (anonym) - 12. Nov, 16:55
Termine und Erfolge
Veröffentlichungen: Oktobe r 2006 - Querschnitte...
SirDregan - 12. Nov, 14:13

Status

Online seit 1239 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Nov, 11:25

Wer bin ich?

Impressum

Verlink mich!

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB