Donnerstag, 4. November 2010

Urlaub

Urlaub ist wie in eine andere Welt abtauchen. Auch wenn das Wort ursprünglich von "erlauben" kommt, löst er bei mir doch eher ureigene Instinkte aus. Durchbrechen der Routine, spielen mit den eigenen Konventionen.
Das ist am Anfang gut, nein, wunderbar. Dann jedoch wird man nachdenklich. Ist es das was ich will? Auch mal bis 11 Uhr, ach was, bis 15 Uhr schlafen und unter der Woche bis 5 Uhr nachts Wein trinken und diskutieren, feiern oder einfach nur sinnlos beschäftigen?
Trotzdem die vorgenommenen Dinge erledigen. Nur eben gelassener, drucklos. Aber will ich an den Ort Urlaub nur zur Entspannung? Oder könnte ich mir auch vorstellen da zu Leben.

Erst wenn diese Frage abschliessend geklärt ist, sollte man es wagen. Die nötigen Rahmenbedingungen sind da eher Mittel zum Zweck. Die geistige Einstellung muss klar vorhanden sein - sonst kann man es auch gleich komplett bleiben lassen.
Ich hoffe ich bekomme die Chance dort hinzuziehen, irgendwann. Niemandem mehr etwas beweisen, ausser sich selbst. Jeder Fehler selbstverschuldet, jede Aktion eigenverantwortlich und bewusst getroffen. Ich denke das ist mein nächstes, großes Ziel.
Weit genug weg um noch Zweifeln zu dürfen, nicht rumzuposaunen und nicht zu enttäuscht zu sein wenn es immer noch nicht funktioniert. Aber zielen, ja, zielen.
Das darf ich schon.

Dienstag, 2. November 2010

UnAngenehm

Ein unangenehmes Gespräch füllt sich immer noch an wie fallen
Deine Hände um mein Herz stechen immer noch wie Krallen
bis ich bemerke, wessen Hände das eigentlich sind

Die mein Innerstes fester beschützen müssen
Nichts mehr zulassen ausser einen kleinen Funken beim Küssen
Obwohl mir durch den Druck meine Liebe entrinnt

Aber loslassen kann ich nicht, nicht hier, nicht vor Allen
meine Fäuste lassen nichts zu ausser zu ballen
Wehren sich stetig gegen den kalten Wind

Der Frühling soll kommen
Ich bin bereit, ich mache nicht halt
und tief in mir drinnen
immer noch kalt

Sonntag, 29. August 2010

Finden

Eine Stich- oder Brandwunde brennt und sticht zugleich. Ein Schnitt ebenso. Selbst Muskelkater fühlt sich so an.
Man kann etwas samitges anfassen. Etwas weiches, hartes, pelziges, klebriges, schmieriges, kaltes, glattes, heisses, raues,...
Aber wieso haben wir so wenige Arten Schmerz zu klassifizieren?

Dabei ist es doch mehr als ein unliebsames Gefühl. Er kann Richtungsweisend sein und sogar ein Leben komplett verändern. Doch es ist so schwer die Quelle zu finden, wenn man den Schmerz nicht klassifizeren kann. Wie soll ich die Wunde finden, wenn ich nicht weis ob ich nach einer Nadel, einem Messer oder gar einem glühenden Eisen ausschau halten soll?

Und wie entfernt man ein Messer aus der Seele oder dem Herzen?
Zeit, Geduld und Konfrontation.

Donnerstag, 22. Juli 2010

Wollte

Ich will nicht reden sondern schreiben. Kleine Bruchstücke und trümmer vor mir liegend durch den Staub wandern und die unpassendsten Teile hervorziehen. Und dann aus dem Nichts ein Netz damit zu spannen.
Doch so funktioniert das nicht. Der Wille steht so oft im Weg der Kreativität. Im Fluss lässt es sich zwar entgegen der Strömung wandern, doch treiben die schönsten Fische an einem vorbei.
Eine Methapher für ein Königreich.
Voll krosser Ritter in Prinzenrüstungen, eiligen Jungfern mit Drachenfetisch und einen Pfad aus goldenen Kopfstandpflastern. Und dann zurück an den Pokertisch mit den Herrchen statt Hunden.
Was macht man mit dem Herz-Blatt, wenn man es nicht ausspülen kann? Wohin jetzt damit...

In die Schublade? Die ist bereits voll.
Auf den geistigen Blogck? Da ist bereits viel zu viel notiert.
Da will ich jetzt endlich mal wieder ausmisten.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Sollte

Ich sollte mehr schlafen und weniger reden,
Mich weniger ärgern und mehr bewegen.
Stattdessen kaufe ich die teureren Tabs, weil sie wie Transformers aussehen und bin dabei innerlich doch ein wenig traurig, weil ich weis das sie sich nicht in kleine Autos verwandeln.
Zumindest nicht nüchtern.
Aber was zählt das schon, dieses sollte und wollte.
Viel. Wie viel schwerer ist es denn zu erkennen was man soll und will, statt den Arsch hochzukriegen und es auch zu tun.
Manche Menschen brauchen Jahrzehnte um zu verstehen, das all ihr Bemühen ihren Sohn zu "erziehen" nur destruktiv war.
Wie diese geistige Barriere innerer Überzeugung gebrochen und die richtige Brücke überhaupt erst gebaut werden kann, das fasziniert mich immer wieder in den seltenen Fällen in denen das vorkommt.

Doch wohin jetzt damit...
In die Schublade? Die ist bereits voll.
Auf den geistigen Blogck? Da ist bereits genug notiert.
Da sollte man mal wieder ausmisten.

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